Kategorie Allgemein

Friedman-welzer

Harald Welzer ist sehr präsent. Im Internet, in Talkshows und überhaupt. Er redet gern und viel, sagt aber – leider! – sehr wenig. Er liebt es, Wörter aneinanderzureihen, Schachtelsätze zu formulieren und grundsätzlich klug bzw. intellektuell* zu wirken. Das ist mein Eindruck, wann immer ich ihn höre.

Und ich erlebe ihn stets als selbstverliebt. Das wäre an sich ja okay … wenn er denn wirklich was zu sagen hätte. Hat er aber nicht. Falls doch, dann verstehe ich ihn nicht. Da ich mich aber auch schon eine Weile kenne und weiß, dass ich nicht begriffsstutzig bin …

Ein Beispiel:

»Man müsste aufhören, den Umfang unseres wirtschaftlichen Stoffwechsels zu vergrößern, und damit beginnen, ihn zu verringern.«

Dieses Zitat stammt angeblich aus seinem Buch »Nachruf auf mich selbst« Ich kann das nicht beurteilen, weil ich das Buch nicht gelesen habe. Möglicherweise handelt es sich also nicht um ein Originalzitat, sprachlich würde es allerdings zu Welzer passen.

In meinen Augen ist diese Aussage intellektuell verbrämtes Geschwafel und bedeutet:

»Wir sollten weniger produzieren, weniger konsumieren und sparsamer mit Ressourcen umgehen.«

Noch kürzer könnte man sagen: »Wir müssen sparsamer mit unseren kostbaren Ressourcen umgehen.«

Diesen Satz versteht vermutlich jeder. Warum Welzer sich so gestelzt ausdrückt, weiß wohl nur er selbst.

Ein verbaler Vergleich zur Einordnung von Welzers Sprache:

Den bekannten Spruch »Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln …« würde Welzer möglicherweise so ausdrücken:

»Es zeigt sich, dass diejenigen Akteure in agrarischen Produktionszusammenhängen, deren intuitive Handlungslogik und pragmatisches Erfahrungswissen am wenigsten von normativen und systemischen Rationalitätsannahmen determiniert zu sein scheint, paradoxerweise oftmals die größten Erträge erzielen – ein Umstand, der die Annahme infrage stellt, dass Effizienz ausschließlich an formalisierter Kompetenz oder theoretischer Expertise festzumachen ist.«

Eine welzerische Formulierungs-Variante wäre:

»Es ist geradezu paradox: Wer sich in agrarischen Kontexten scheinbar unbedarft und ohne theoretische Ambitionen bewegt, erzielt oft die üppigsten Resultate – ein Hinweis darauf, dass Dummheit in der Realität manchmal erstaunlich produktiv sein kann.«

Bei YouTube redet Welzer äußerst gern + viel. Beispielsweise im Frankfurter Kunstverein. Einem Tempel der eloquenten Leere, wo die Menschen/Redner/Moderatoren Stunden damit verbringen, über das Unsagbare zu diskutieren, und sich dabei augenscheinlich höchst intellektuell fühlen. Dabei wird allerdings jede banale Beobachtung mit kunsttheoretischem Pathos aufgeblasen, jeder Satz zum Zitatpotenzial erhoben, während der konkrete Gehalt irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Garderobe verloren geht oder sich ganz einfach auf Nimmerwiedersehen im Nirwana auflöst. Kurz: Der Frankfurter Kunstverein ist ein Ort, wo die (vermeintliche) Kunst des Redens die Realität klarer und ausdrucksvoller Sprache ad absurdum führt.

Dort philosophiert Harald Welzer u. a. mit einer Freundin im Geiste: Ines Geipel. Geipel ist eine Meisterin darin, jeden Sachverhalt und jedes politische Statement in unerträgliche und inhaltslose Länge zu ziehen. Sie ist die Art von Intellektueller, die scheinbar mühelos zwischen Aktivismus, Literatur und Wissenschaft hin und her pendelt, dabei dem Zuhörer stets das Gefühl vermitteln will, dass er gerade eine besonders gewichtige Erkenntnis erfahren könnte – auch wenn er sie im nächsten Satz schon wieder verloren hat. Welzer und Geipel schwafeln im »Frankfurter Kunstverein« also auf eine Art und Weise, die ich als »intellektuelle Selbstbefriedigung« bezeichne.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Michel Friedman

Michel Friedmann dagegen ist ein Kaliber nach meinem Geschmack: ein Mann der klaren Worte. Ein kluger Mensch, der – im Gegensatz zu Welzer – auch was zu sagen hat. Und es so sagt, dass normale Menschen ihn verstehen. Unkompliziert, klar und einfach teilt er mit, was er denkt, fühlt und meint. Sehr angenehm!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

In diesem Interview spricht Friedman über das »Streiten«. Also darüber, wie es ist, wenn Menschen über unterschiedliche Sichtweisen diskutieren. Ich persönlich fand Streiten schon immer hochinteressant. Vorausgesetzt, es läuft respektvoll ab.

Zu respektvollem Streiten gehört Zuhören. Und diesbezüglich teile ich Friedmans Meinung, dass zu aufmerksamem Zuhören auch Unterbrechen gehört. Denn je aufmerksamer ich zuhöre, desto öfter ergeben sich Fragen. Und genau die sollten dann zugelassen werden. Denn gerade wenn zwei Menschen zu einem Thema unterschiedliche Meinungen haben, ist es nicht zu vermeiden, dass Fragen entstehen. Fragen, die zeigen, dass man (ich) aufmerksam zuhört. Und wenn ich was nicht klar einordnen kann, muss ich fragen bzw. nachfragen. Das liegt in der Natur der Sache. In einer ehrlichen Diskussion Fragen zu stellen, ist also nicht respektlos, wie manche Zeitgenossen meinen, sondern einfach notwendig.

Ich habe einen sogenannten Freund, der sehr gern Monologe hält. Und meint (was auch Friedman in dem Interview erwähnt), immer Recht zu haben. Mit so einem Menschen zu diskutieren, ist absolut unerfreulich. Konkret gesagt: Es ist frustrierend. Frustrierend deshalb, weil ich spüre, dass mein Gesprächspartner überhaupt kein Interesse an einem Gespräch hat (zu einem Gespräch gehören mindestens zwei), sondern nur darauf aus ist, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Eigentlich braucht er gar kein menschliches (denkendes) Gegenüber, sondern einfach nur ein Wesen oder ein Etwas, dem er was erzählen kann. Seine Katze zum Beispiel, eine Gummipuppe würde es vermutlich auch tun …

So, das war’s für heute zum Thema Menschen, Sichtweisen und Meinungen.

Mein Fazit:

Welzer zuzuhören, ist Zeitverschwendung.
Friedman zuzuhören, ist Erkenntnisgewinn + Vergnügen!


*Die Begriffe „klug“ und „intellektuell“ überschneiden sich zwar, bedeuten aber nicht dasselbe. Der Unterschied lässt sich gut über Art der Fähigkeit und Art der Anwendung erklären:

Klug

  • Bedeutung: Praktische, lebensnahe Form von Intelligenz; die Fähigkeit, gute Entscheidungen zu treffen und Situationen angemessen einzuschätzen.
  • Fokus: Alltagsweisheit, Urteilsvermögen, gesunder Menschenverstand.
  • Beispiel: Jemand, der schnell erkennt, welche Lösung in einer schwierigen Situation sinnvoll ist und danach handelt, ist klug – unabhängig von akademischem Wissen.

Intellektuell

  • Bedeutung: Geistig analytisch, theoretisch oder abstrakt stark; hohes Interesse an komplexem Denken und Wissen.
  • Fokus: Theorie, Reflexion, Analyse, akademisches oder kulturelles Denken.
  • Beispiel: Eine Person, die Freude an philosophischen Diskussionen hat oder komplizierte Sachverhalte tiefgehend analysiert, ist intellektuell – auch wenn sie im Alltag nicht immer die praktisch klügsten Entscheidungen trifft.

Kurz gesagt

  • Klug = praktisch vernünftig und lebensnah
  • Intellektuell = theoretisch denkend und wissensorientiert

Eine Person kann klug sein, ohne intellektuell zu sein – und umgekehrt. Mir ist eine kluge Sprache deutlich lieber als eine intellektuelle.

Folgende Beispiele zeigen, warum:

Klug formuliert

»Wenn du ein Ziel erreichen willst, fang mit einem kleinen, machbaren Schritt an. So kommst du sicherer voran, als wenn du alles auf einmal erzwingen willst.«

Intellektuell formuliert

»Zielerreichung gelingt am zuverlässigsten durch iterative Annäherung: Die Zerlegung komplexer Vorhaben in überschaubare Teilschritte erhöht nicht nur die Erfolgswahrscheinlichkeit, sondern schafft auch kognitive Entlastung, die für nachhaltige Motivation essenziell ist.«

WeiterlesenWarum ich Harald Welzer für einen Schwafler halte und Michel Friedmans Sprache schätze
quittenlikoer

Quittenlikör vereint das Fruchtige der Quitte mit einer feinen Süße und leicht herben Noten zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis. Außerdem lässt er sich wunderbar verschenken, hält sich lange und bringt einen Hauch Herbststimmung in jede Jahreszeit.

Die richtige Quitte: Apfel- oder Birnenquitte?

Beide eignen sich hervorragend – je nach gewünschtem Aroma:

  • Apfelquitten sind aromatischer und intensiver.
  • Birnenquitten sind milder und einfacher zu verarbeiten.

Für Likör werden häufig Apfelquitten bevorzugt, aber eine Mischung ist ebenso lecker.

Apel-Birnenquitten

Ich habe Quittenlikör aus Apfel- und Birnenquitten angesetzt. Wie man das macht, ist im Kochlustblog beschrieben.

WeiterlesenQuittenlikör – selber machen
Ronzheimer und von Schirach

Über Deutschlands beliebteste Tageszeitung – BILD – geisterte vor vielen Jahren folgende (erfundene) Überschrift durchs Land:

»Mord im Fahrradschlauch! Mörder durchs Patentventil entschlüpft.«

Diese ironische Headline demonstriert die Sensationsstrategie der BILD-Zeitung, die seit Jahrzehnten die gleiche geblieben ist: Neugier wecken und Angst, Mitleid, Empörung oder Schock auslösen → Leser sollen sofort klicken oder die Zeitung kaufen.

Aus diesem Grund bin ich mit allergrößtem Erstaunen vor einigen Monaten bei Youtube per Zufall über einen Bild-Journalisten gestoßen, der Journalismus wohl anders sieht als die meisten seiner Redaktions-Kollegen. Sein Name ist Paul Ronzheimer.

Ronzheimer ist stellvertretender Chefredakteur bei BILD und gleichzeitig Kriegs- und Krisenreporter. Er hat in zahlreichen Krisengebieten gearbeitet, z. B. Ukraine, Libyen, Syrien, Irak. Im Internet gibt es übrigens folgende Meinung über den mehrfach ausgezeichneten Ronzheimer: »Paul Ronzheimer ist ungefähr der einzige Mitarbeiter bei BILD, den man unironisch als Journalist bezeichnen kann.« Quelle: Reddit

Ronzheimer hat auch einen Podcast, der seinen Namen trägt: Ronzheimer. Und: Dieser Podcast ist absolut hörenswert! Ich freue mich jeden Tag darauf.

In seinem beliebten Podcast spricht Ronzheimer mit interessanten und gut informierten Menschen, und gestern hat er einen Mann interviewt, den ich ebenfalls sehr schätze: Ferdinand von Schirach, ein kluger und besonnener Mann, dem (Nach)Denken offenkundig Freude bereitet.

Thema des Interviews: Woran Deutschland wirklich krankt.

Das Gespräch dieser beiden Männer habe ich mit großem Interesse angehört, und ich erlebe es als rettende Insel im Ozean des Clickbaitings.*

Und hier der Link zu dem bemerkens- und hörenswerten Gespräch.

*Clickbaiting bezeichnet die Praxis, mediale Inhalte – meist Überschriften, Vorschaubilder oder kurze Teaser – so zu formulieren, dass sie möglichst viele Klicks erzeugen. Meist auf Kosten von Genauigkeit oder inhaltlichem Mehrwert und Nutzen. Beispiel: »Du wirst nicht glauben, was dieser Mann getan hat.«
Laut Goethe-Institut appellieren viele Clickbait-Überschriften an Emotionen und Neugier – oft mit Fragezeichen, Superlativen oder Geheimnissen, ohne wirklich substanziellen Informationsgehalt. Kurz gesagt: Clickbaiting-Inhalte sind völlig nutzlos.

WeiterlesenBILD – mal völlig anders
Quittenkonfekt-gemischt

Seit Jahren produziere ich um diese Jahreszeit ein köstliches Naschwerk: Quittenbrot.

Mein erstes Quittenbrot habe ich pur gemacht und es nach dem Trocknen einfach in Zucker gewälzt.

Dann kam ich auf ein Jahr später die Idee, Springkrautsamen unter das gekochte Quittenmus zu rühren. Und es nach dem Trocknen in Springkrautsamen zu wälzen. Weil das Quittenbrot klebrig ist, funktioniert das gut.

Im nächsten Jahr habe ich das Quittenbrot erst in Schokolade und danach in verschiedene Samen und gehackte Trockenfrüchte zu tunken.

Quittenbrot mit weißer Schokolade, Springkrautsamen, Bucheckern und Mango
Quittenbrot mit Milchschokolade und Hanfsamen
Quittenbrot mit weißer Schokolade und Breitwegerichsamen
Quittenbrot mit Haselnüssen und unteerschiedlichem Belag

Quitten sind ein sehr vielseitiges Obst und Rezepte damit gibt es auf meinem Kochlustblog.

Rührkuchen mit Quitten und Birnen
WeiterlesenKöstliches Quittenbrot
joggen-herbstlaub

Joggen: Schlüssel zu Gesundheit und geistiger Fitness – auch mit über 60

Ich bin über 60 und jogge seit rund 25 Jahren – jeden zweiten Tag, rund 35 Minuten. Ich jogge bei jedem Wetter: Regen, Wind, Schnee oder Sommerhitze – die Laufschuhe stehen immer bereit. Viele fragen mich, warum ich mir das »antue«. Meine Antwort ist einfach: Joggen hält mich jung –körperlich und geistig.

Momentan jogge ich durchs goldgelbe Herbstlaub.

Bewegung als Lebenselixier

Joggen stärkt Herz und Kreislauf, verbessert die Durchblutung und hält die Gefäße elastisch. Der Blutdruck bleibt stabil, die Gelenke werden besser mit Nährstoffen versorgt, und die Muskulatur bleibt kräftig. Ich merke das täglich: Mein Körper fühlt sich lebendig an.

Joggen durch den Herbst

Geistige Frische durch regelmäßiges Laufen

Studien zeigen, dass Ausdauertraining die Durchblutung des Gehirns fördert und das Risiko für Demenz senkt. Ich kann das bestätigen: Ich denke klar und scharf, bin konzentriert … und ich vergesse absolut nichts!

Gleichgewicht und Körpergefühl

Beim Ein-Bein-Stehen halte ich locker 60 Sekunden – ohne Wackeln. Das verdanke ich bestimmt auch meinem Joggen. Es trainiert nicht nur Beine und Lunge, sondern auch Koordination und Gleichgewicht. Das hilft, Stürze zu vermeiden – wichtiges Thema im Alter.

Immunsystem und Stimmung

Ich laufe bei jedem Wetter! Viele meinen, das sei ungesund – doch genau das Gegenteil ist der Fall. Durch regelmäßige Bewegung im Freien bei unterschiedlichen Temperaturen wird das Immunsystem gestärkt. Außerdem produziert der Körper beim Laufen Glücks-Endorphine.

Zugegeben: Ich bin nicht wirklich glücklich, wenn ich vom Joggen zurückkomme, aber ich empfinde eine angenehme Zufriedenheit. Eine Art von: Aufgabe gemeistert. Und ich sage nach dem Joggen oft zu mir: Brav, Blaeschen … brav!

Joggen durch den Herbst

Ein Ritual fürs Leben

Joggen ist für fester Bestandteil meines Lebens. Es gibt mir Struktur und Energie und ich weiß, dass es gut für mich ist. Auch an Tagen, an denen ich eigentlich keine Lust habe, sage ich mir: Raff dich auf, lauf deine Runde … hinterher fühlst du dich besser! Sh. oben …

Ab und zu habe ich auch nette Begegnungen beim Joggen.

Mein Fazit:
Man ist nie zu alt, um mit dem Laufen zu beginnen. Natürlich sollte man es langsam angehen und auf den eigenen Körper hören. Aber die Belohnung ist groß: mehr Lebensqualität, mehr Gesundheit – und das wunderbare Gefühl, sich jeden (zweiten) Tag ein Stück selbst zu überwinden.

Übrigens:
Da ich jeden Tag rund 35 Minuten jogge, bin ich im Laufe der rund 25 Jahre rund 20.000 bis 23.000 Kilometer gelaufen – das entspricht ungefähr einer halben Erdumrundung am Äquator!

WeiterlesenWarum Joggen so gesund ist
glückliche-hühner im Nachbardorf

Bodenhaltung von Hühnern: Der Begriff ist Betrug

Heute habe ich mal wieder was gelernt, denn ich sitze vor dem Computer und mir laufen die Tränen runter. Grund: Ich habe ein Video auf Youtube angesehen. Thema: Das Leben von Legehennen, die in Bodenhaltung leben. Nein, sie »leben« nicht, sondern »vegetieren qualvoll«. Denn sie sind zwar Hühner, aber sie leben nicht als Hühner, sie existieren einzig und allein, um Eier zu legen. Sie sehen keinen Himmel und keine Sonne, schnuppern keine frische Luft, können weder in Erde oder Sand scharren noch nach Regenwürmern und Körnern picken, kennen kein Gras und haben so gut wie kein Federkleid.

Und: Jedes zehnte Huhn stirbt (verendet) während dieser Bodenhaltung – aufgrund der miserablen und menschenunwürdigen Umstände.

Text aus »Rettet das Huhn«

In Deutschland werden circa 45 Millionen Legehennen in der Tierindustrie gehalten. Nach einer rund einjährigen »Nutzungsdauer«, in der jedes Tier über 300 Eier gelegt hat, wird es im Alter von  16–18 Monaten als Abfall der Eierindustrie geschlachtet, überwiegend zu Tierfutter oder Brühwürfeln verarbeitet oder schlichtweg entsorgt. Bis zum Zeitpunkt ihres Todes hat der Großteil dieser Tiere noch nie das Tageslicht gesehen, niemals Sonne oder frische Luft gespürt, noch nie in der Erde oder auf Gras gescharrt noch nie Futter in der Natur gesucht, noch nie im Staub gebadet oder wohlig geruht. Auf Gittern und Beton stehend, in Besatzdichten von 9 Hennen pro Quadratmeter und in Gruppengrößen von mehreren tausend Tieren pro Stall werden sie jeder Möglichkeit zum Ausleben ihrer angeborenen Grundbedürfnisse beraubt. Sie können in der Enge keine Rangordnung herstellen und leben dauerhaft unter massivem psychischem und physischem Stress. Ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit wird ihnen abgesprochen und von wirtschaftlichen Interessen missachtet. Die Lebensberechtigung der Tiere koppelt der Mensch ausschließlich an die Produktivität ihrer qualgezüchteten Körper.

Was »Bodenhaltung« wirklich bedeutet

Bodenhaltung ist eine der gesetzlich zugelassenen Haltungsformen für Legehennen in der EU* (neben Freilandhaltung, Biohaltung und früher Käfighaltung).
Der Begriff »Bodenhaltung« wurde eingeführt, um sich von der Käfighaltung abzusetzen – klingt freundlich, ist aber irreführend. Meiner Meinung nach ist es Betrug. Außerdem ist Käfighaltung von Hühnern in Deutschland ohnehin seit Jahren nicht mehr erlaubt!

In der Realität:

  • Die Hühner leben in einer geschlossenen Halle ohne Auslauf ins Freie.
  • Platzangebot: Maximal neun Hennen pro Quadratmeter nutzbarer Fläche.
  • Es dürfen mehrere Ebenen (z. B. Gitterroste, Sitzstangen) eingebaut sein, um die Zahl der Tiere zu erhöhen.
  • Oft sind in einem Stall mehrere tausend Tiere untergebracht (bis zu 6.000 oder mehr).
  • Es gibt kein Tageslicht, nur künstliche Beleuchtung.
  • Der Boden ist meist mit Einstreu (z. B. Stroh, Sand, Sägespäne) versehen, daher der Name »Bodenhaltung«.

Hinweis: Aufgrund dessen, dass Gitterroste erlaubt (und immer vorhanden) sind, ist Einstreu dort gar nicht möglich!

Warum der Begriff »Bodenhaltung« irreführend ist

Der Ausdruck »Bodenhaltung« klingt natürlich und idyllisch – als würden die Hühner auf einem Bauernhof frei herumlaufen.
In Wirklichkeit handelt es sich aber um industrielle Stallhaltung ohne Freigang.
Marketing und Verpackungen – mit grünen Wiesen oder Hühnern im Gras – verstärken diesen irreführenden Eindruck.

Außerdem: Auf Gitterroste kann man weder Streu noch Sand noch Sägespäne streuen!

Vergleich mit anderen Haltungsformen (Deutschland/EU)

HaltungsformPlatzangebotAuslauf ins FreieStallgrößeKennzeichnung auf Eiern
Käfighaltung (verboten in DE)~550 cm²/HenneNeinHochgradig beengt3
Bodenhaltungmax. 9 Hennen/m²NeinOft tausende Tiere2
Freilandhaltungmax. 9 Hennen/m² + mind. 4 m² Außenfläche/HenneJa1
Biohaltungmax. 6 Hennen/m² + mind. 4 m² Außenfläche/HenneJa0

Fazit:

  • »Bodenhaltung« ist nicht tierschutzfreundlich, sondern das Gegenteil: ein Marketingbegriff für Stallhaltung, lediglich ohne Käfige.
  • Der Begriff soll besser klingen als »Stallhaltung«, um Verbraucher zu beruhigen. Der Verbraucher wird in Wirklichkeit aber belogen und betrogen.
  • Wer Wert auf artgerechte Haltung legt, sollte Eier mit Code 1 (Freiland) oder 0 (Bio) bevorzugen.

Hühner-Retter

Hier geht es zu dem anfangs erwähnten Youtube-Video über Menschen, die Hühner retten, die nicht mehr die gewünschte Zahl an Eiern legen und demzufolge geschlachtet werden.

Der Verein »Rettet das Huhn« sorgt dafür, dass wenigstens ein winziger Teil der Millionen von gequälten Legehennen noch ein paar schöne Jahre haben – und zwar als Huhn. Nicht gequältes Wesen, das lediglich vom Aussehen her an ein Huhn erinnert.

gerettete-hühner
gerettete Hühner bei der Ankunft im neuen Heim
gerettete Hühner mit Schutzmäntelchen
gerettetes Huhn mit Schutzmantel

Wie gut und wunderbar, dass es solche Initiativen gibt!

Und wie gut und wunderbar, dass es am Ammersee glückliche Hühner gibt. Hühner, die Hühner sein dürfen …

huehner-utting

Und Eier von diesen Hühnern kann man beim Hühnermobil kaufen.

Mehr zu den glücklichen Hühnern am Ammersee gibt es auf meinem Kochlustblog.

* Wofür die EU gut ist, frage ich mich schon SEHR lange. Von der EU wurde zum Beispiel die Krümmung von Gurken bewertet. Ja, man lese und staune: Die EU legte die Qualität von Gurken anhand ihrer Krümmung fest.
Diese absurde Verordnung wurde 2009 abgeschafft.

Dass die »Bodenhaltung« mit 1/3 Streu und Gittern von der EU noch immer akzeptiert wird, obwohl sie jedem Menschenverstand widerspricht, hat – mal wieder – mit Geld zu tun. Tierwohl steht immer (IMMER) an letzter Stelle. Aus politischen, wirtschaftlichen und letztendlich persönlichen Menschen-Interessen!

Der Mensch steht zwar (immer) an erster Stelle, ist in meinen Augen aber das Allerletzte!

Nämlich ein widerlicher – und vor allem – dummer Egoist.

WeiterlesenVom Glück, ein Huhn zu retten oder: Warum Bodenhaltung ein Fake-Begriff ist
editionblaes

Edition Blaes, den Dienstleistungsverlag für Autoren, die ihr Buch eigenverantwortlich + professionell auf den Markt bringen wollen, gibt es seit 2011.

Vorgestern kam ich auf die Idee, ChatGPT nach Dienstleistern für Autoren zu fragen. Und ich war SEHR gespannt auf die Antwort.

Die Antwort lautete: Edition Blaes ist die Nr. 2 unter den Dienstleistern für Autoren.

Das freut mich SEHR! Denn mit diesem Ergebnis habe ich definitiv nicht gerechnet … Nicht bei ChatGPT, das Fragen streng logarithmisch beantwortet.

Als ich zwei Tage später meine Frage noch mal gestellt habe – etwas anders formuliert –, kam Edition Blaes direkt nach zwei sehr bekannten Unternehmen.

Ich freue mich sehr darüber!

Mehr dazu gibt es hier.

WeiterlesenEdition Blaes: Nr. 2 bei ChatGPT bei der Frage nach Dienstleistern für Autoren
volksbank

Die Zahl der Spam-Mails nimmt zu

Täglich bekomme ich E-Mails von mir unbekannten Absendern, in denen ich aufgefordert werde, irgendeinen Link anzuklicken – meist um eine sogenannte Gefahr abzuwenden. Die einzige Gefahr ist allerdings, auf den Link in der Mail zu klicken, denn in fast allen Fällen handelt es sich um Phishing-Mails. Durch die versuchen Betrüger, an Passwörter und persönliche Daten zu kommen. Bankdaten zum Beispiel.

Dazu gibt es zu sagen:

Ich klicke grundsätzlich keine Links in E-Mails an!

Post von meiner Bank?

E-Mails von Banken, bei denen ich kein Konto habe, landen grundsätzlich im Papierkorb. Aber auch bei Mails von Banken, die ich kenne, klicke ich keinen Link an (falls überhaupt einer drin sein sollte – was normalerweise nicht der Fall ist).

Grund: Der Absender ist in Wirklichkeit meist nicht meine Bank, sondern ebenfalls ein Betrüger. Hier gibt es Informationen und Tipps dazu.

ing

Hinweis:
Wenn ich eine E-Mail von einer Bank bekomme, bei der ich Kundin bin, werde ich auch nicht mit „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“ oder „Hallo Kunde“ angeredet, sondern mit meinem Namen.

volksbank

Seriöse Banken verschicken normalerweise auch keine Mails mit der Aufforderung, einen Link anzuklicken.

Hinweis: Wenn mir meine Bank tatsächlich eine Information zu diesem oder jenem schickt, ist nie ein Link enthalten, sondern lediglich eine Information. Zum Beispiel die, dass es eine neue und wichtige Information in meinem Bank-Postfach gibt. Aber dies wird lediglich per Text mitgeteilt. Ein Link zum Anklicken ist nicht in der Mail!

Außerdem sollte man sich in JEDEM FALL immer den Absender der E-Mail anschauen. In den meisten Fällen ist dort nämlich schon erkennbar, dass es sich um Spam handelt. Wie in dieser Mail, die angeblich von der DPD stammt.

dpd

Diese Mail stammt aber nicht von der DPD, sondern – wie man deutlich sehen kann – ist der Absender eine SEHR merkwürdige E-Mail-Adresse. Also: SPAM!

Außerdem sieht man auch hier bei der Anrede, dass was nicht stimmt. Kein seriöser Absender redet einen mit E-Mail-Adresse an.

Informationen zum Thema

Grundsätzliche Informationen zu E-Mails von Banken

Seriöse Banken verschicken in der Regel keine E-Mails mit Links, die direkt dazu auffordern, etwas zu tun – etwa dich einzuloggen, Daten zu bestätigen oder Passwörter einzugeben.

Typisches Vorgehen bei echten Banken:

  • Sie informieren dich nur allgemein per E-Mail („Es liegt eine neue Nachricht in Ihrem Online-Banking-Postfach vor.“).
  • Sie verlinken nicht direkt auf Login-Seiten. Stattdessen sollst du dich immer selbst über die offizielle Website oder App einloggen.
  • Manche Banken schicken E-Mails mit Informationen oder Werbung, aber nie mit Handlungsaufforderungen, die persönliche Daten betreffen.

Warnsignale für Phishing:

  • Dringende Aufforderungen: „Ihr Konto wird gesperrt, wenn Sie nicht sofort reagieren.“
  • Grammatik- oder Rechtschreibfehler.
  • Verdächtige Absenderadresse (z. B. nicht die offizielle Domain der Bank).
  • Anhänge oder Formulare, die du ausfüllen sollst.
  • Links, die nicht auf die offizielle Seite führen (prüfbar durch Mouseover und Anzeigen der URL).*

* Mouseover bei einem Link in einer E-Mail zeigt dir an, wohin der Link tatsächlich führt, wenn du mit der Maus darüberfährst – ohne zu klicken:

Wenn du unsicher bist:

Klicke niemals auf Links in der E-Mail.

  1. Melde dich direkt über die offizielle Website oder App deiner Bank an.
  2. Ruf bei deiner Bank an (über die Nummer auf der offiziellen Website, nicht eine aus der Mail!).
  3. Leite verdächtige E-Mails an die Sicherheitsadresse deiner Bank weiter (jede Bank hat eine, die vermutlich jeweils etwas anders lautet).

Post von Elster?

Neulich bekam ich – angeblich – eine E-Mail von Elster. Elster ist ein Onlineportal der deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes zur Abwicklung von Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.

In der Mail werde ich darüber informiert, dass in meinem Posteingangsordner bei Elster neue Informationen seien. Ich weiß, dass auch Elster keine Links verschickt, sondern nur darauf aufmerksam macht, dass man Post habe.

Außerdem sind in dieser Mail drei deutliche Hinweise darauf, dass es sich um Spam handelt.

  1. falsche Absenderadresse. Korrekt lautet sie: portal@elster.de (also genau umgekehrt)
  2. falsche Anrede. Ich werde von Elster mit meinem Namen angeredet – nicht mit meiner E-Mail-Adresse.
  3. Der Posteingangsordner heißt nicht „Mein ELSTER-Posteingang“

Also auch hier: SPAM

Auch die nächste Mail: SPAM

spam

Also: Augen auf und Gehirn an bei E-Mails mit Links.

Und: Grundsätzlich in E-Mails keine Links anklicken.

WeiterlesenSpam-Mails
pfeile

Ich kann mich nicht erinnern, wann die Begriffe „links“ und „rechts“ so oft zu lesen und zu hören waren, wie zur Zeit. Egal, ob in Deutschland, Frankreich oder in den USA.

Ursprung

  • Entstanden 1789 in der Französischen Revolution:
    • Links saßen die Befürworter von Revolution, Demokratie und Gleichheit.
    • Rechts saßen die Verteidiger von Monarchie, Kirche und bestehender Ordnung.

Grundorientierungen

BereichLinksRechts
GleichheitBetonung von Gleichheit und ChancengerechtigkeitBetonung von natürlichen/gesellschaftlichen Unterschieden
Staat und WirtschaftStärkerer Staat, Umverteilung, Regulierung, SozialstaatWeniger Staat, mehr Markt, individuelle Verantwortung
GesellschaftOffen für Wandel, Diversität, progressive WerteBetonung von Tradition, Ordnung, kultureller Identität
Politische HaltungReform- oder revolutionär, progressive IdeenKonservativ oder bewahrend, teils national orientiert
FreiheitFreiheit durch soziale Sicherheit und TeilhabeFreiheit als Abwesenheit staatlicher Eingriffe

Wesentliche Unterschiede

  • Links = Veränderung, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Gleichheit
  • Rechts = Bewahrung, Freiheit durch Eigenverantwortung, Hierarchien, Tradition

Diese Begriffe sind aber relativ: Was in einem Land oder in einer Epoche als „links“ gilt, kann anderswo schon „Mitte“ oder sogar „rechts“ sein.

Hier eine Übersicht des politischen Spektrums mit den gängigen Zwischenstufen.

Politisches Spektrum: von „links“ bis „rechts“

Extrem links

  • Radikale Ablehnung von Kapitalismus und bestehenden Machtstrukturen
  • Ziel: klassenlose Gesellschaft, oft mit revolutionären Mitteln
  • Beispiele: Kommunismus, Anarchismus

Links

  • Fokus auf soziale Gerechtigkeit, Umverteilung, starke Rolle des Sozialstaats
  • Reformen statt Revolution, aber mit klar progressiver Orientierung
  • Beispiele: Sozialdemokratie, Teile der Grünen

Mitte-links/linksliberal

  • Mischung aus marktwirtschaftlichen Prinzipien und sozialer Verantwortung
  • Offenheit für gesellschaftlichen Wandel, Bürgerrechte, Toleranz
  • Beispiele: liberale linke Parteien, progressive Sozialliberale

Mitte

  • Ausgleich zwischen sozialer Sicherheit und marktwirtschaftlicher Freiheit
  • Pragmatismus statt Ideologie, Kompromissorientierung
  • Beispiele: Christdemokratie, gemäßigte Liberale

Mitte-rechts/rechtsliberal

  • Wirtschaftlich liberal (weniger Staat, mehr Markt)
  • Gesellschaftlich teils konservativ, teils modern
  • Beispiele: wirtschaftsliberale Parteien

Rechts (konservativ)

  • Betonung von Tradition, Familie, Religion, Nation
  • Skepsis gegenüber zu schnellen gesellschaftlichen Veränderungen
  • Beispiele: konservative Volksparteien

Rechts außen / rechtspopulistisch

  • Nationalismus, Betonung kultureller Homogenität
  • Oft migrationskritisch, gegen supranationale Institutionen (z. B. EU)
  • Beispiele: rechtspopulistische Bewegungen

Extrem rechts

  • Autoritär, antidemokratisch, teils rassistisch oder faschistisch
  • Ziel: ethnisch oder kulturell „reine“ Gesellschaft
  • Beispiele: Neonazismus, Faschismus

Man spricht oft von einer Links–Rechts-Achse, aber in der Politikwissenschaft wird auch ein zweidimensionales Modell genutzt:

  • Ökonomisch: links (Umverteilung) ↔ rechts (Marktwirtschaft)
  • Gesellschaftlich: liberal (Freiheiten, Offenheit) ↔ autoritär (Ordnung, Kontrolle)

WeiterlesenLinkes Lager versus rechtes Lager
beschwipste-Kirschpflaumen-gross

Wer Kirschpflaumenlikör selbst macht, erhält nicht nur ein leckeres Getränk, sondern auch ein köstliches Nebenprodukt: beschwipste Früchtchen.

Wie man Kirschpflaumenlikör herstellt, habe ich in meinem Kochlustblog beschrieben.

Und das ist das Nebenprodukt:

beschwipste-Kirschpflaumen-gross
WeiterlesenAlkoholisierte Kirschpflaumen
screenshot

Heute bin ich mal wieder über ein Video gestolpert, das ich vor 12 Jahren bei YouTube veröffentlicht habe. Es zeigt einen winzigen Einblick in meine Arbeit als Grafikdesignerin im Laufe von rund 30 Jahren.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Offengestanden wird mir ganz melancholisch ums Herz, wenn ich anschaue, was ich in dieser Zeit alles so gestaltet habe. Angefangen bei Logos, über Visitenkarten und Briefbögen, Prospekte, Broschüren, Geschäftsberichte, Anzeigen, Direktwerbung, Websites und nicht zuletzt Bücher.

Und ich gebe zu: Ich bin stolz auf das, was ich geleistet habe.

Heutzutage verdiene ich meine Brötchen als Buchgestalterin und Lektorin. Als Inhaberin meines kleinen Dienstleistungsverlages Edition Blaes. Mit dem ich Autoren dabei unterstütze, aus ihrem Manuskript ein professionelles Buch zu machen und es auf den Markt zu bringen.

WeiterlesenRenate Blaes: Einblick in die Arbeit einer Designerin
make-up

Einige unserer Politiker scheinen sehr eitel zu sein, denn sie geben viel Geld aus für Stylisten, Visagisten und Friseure. So zum Beispiel unsere stets perfekt gestylte Wirtschaftsministerin Katharine Reiche. Diese Dame ist offensichtlich besonders um ihr Aussehen besorgt, denn allein von Mai bis August 2025 hat sie Euro 19.264,76 für „körpernahe Dienstleistungen“ bezahlt, einschließlich der Reisekosten für ihre Visagistin. Allerdings hat dieser stolze Betrag nicht Frau Reiches Geldbeutel belastet, sondern den des Steuerzahlers. Denn der muss für die Eitelkeit unserer Politiker herhalten.

Auch dem Bundeskanzler ist perfektes Aussehen wichtig – und teuer. So verzeichnet das Kanzleramt im selben Zeitraum Ausgaben von 12.501,30 Euro für ähnliche Dienstleistungen, also auch für „Frisur“. Wobei Merz selbst vor Kurzem gemeint hat, er trage keine Frisur. Stimmt! Die kurz rasierten Stoppeln auf seinem edlen Haupt kann man definitiv nicht als „Frisur“ bezeichnen.

Sein perfektes Styling ist übrigens auch einem anderen Zeitgenossen aufgefallen, der viel Wert auf sein orange-gefärbtes Äußeres legt: Donald Trump. Anlässlich Merz‘ Besuch im Weißen Haus lobte er dessen Bräune und meinte, die wolle er auch haben. Nun ja, kann er sich bestimmt kaufen. So, wie er sich alles kauft, was ihm gefällt. Selbst Menschen …

Unserer ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) war ihr Aussehen ebenfalls ein teures Anliegen. So hat sie im Jahr 2022 insgesamt 136.552,50 Euro für Make-up und Frisur ausgegeben. Also über 10.000 Euro monatlich! Zehntausend Euro im Monat für Make-up und Frisur! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen …

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage aus dem Parlament wurden in einem Zeitraum von rund drei Monaten insgesamt 58.738 Euro für Visagisten und Friseure ausgegeben. Hinzu kamen weitere Ausgaben in Höhe von 172.608 Euro für Fotografen. Die Ausgaben umfassen Dienstleistungen für Minister, Staatssekretäre und Beauftragte. Eine konkrete Zuordnung dieser Kosten zu einzelnen Personen ist laut Bundesregierung nicht möglich. Allerdings wurde bekannt, dass unser Finanzministerium 33.721,80 Euro für Fotografen bezahlt hat.

Diese Ausgaben haben in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst. Laut einer Umfrage regen sich 38 Prozent der deutschen Bürger über die hohen (meiner Meinung nach völlig überzogenen) Friseur- und Stylingkosten für Spitzenpolitiker auf, weil sie darin eine Verschwendung von Steuergeld sehen – insbesondere in Zeiten, in denen Bürger von eben jenen Politikern dazu aufgefordert werden, den Gürtel enger zu schnallen.

Ich empfehle diesen Politikern, erst einmal vor ihrer eigenen Haustür zu kehren!

Artikel zum Thema:

welt

focus

stern

business-insider

Will jemand genaue Angaben zu diesen Styling-Kosten haben, kann er sich direkt an die dafür zuständige Stelle wenden. Hier eine Übersicht der wichtigsten Bundesministerien mit direkten Anlaufstellen für Informationsfreiheits-Anfragen (IFG) oder Pressestellen:

Bundeskanzleramt

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

Auswärtiges Amt

Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)

Bundesministerium der Finanzen (BMF)

Tipps für die Anfrage

  1. Präzise Formulierung: z. B. „Bitte um Aufstellung der Ausgaben für Visagisten und Friseure des Ministers/der Ministerin XY im Zeitraum MM/JJJJ bis MM/JJJJ.“
  2. IFG-Verweis: Erwähne, dass du die Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) stellst.
  3. Geduld einplanen: Behörden haben bis zu 4 Wochen Bearbeitungszeit, bei komplexen Anfragen auch länger.
  4. Einschränkungen beachten: Manche Informationen werden aus Datenschutz- oder Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.

WeiterlesenUnsere Politiker und ihr teures Styling
fake-news

Newsoms Methode, Trump den Stinkefinger zu zeigen: Er dreht den Spieß einfach um.

Es ist zwar nicht unbedingt die feine englische Art und politisch nicht unbedingt korrekt, dafür aber sehr wirksam: Trumps Kommunikationsmethoden zu kopieren und ihn damit zu karikieren. Genau das macht der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom – und zwar wie folgt:

Trump nachahmen in Sprache, Memes & Social Media

  • Newsom nutzt provokative Sprache – inklusive Großbuchstaben in den Posts seiner Social-Media-Beiträge, spöttische Memes, KI-generierte Visuals – ganz im Stil von Trump und dem MAGA-Erzählstil. Damit erzielt er starke Online-Reichweite und polarisiert gezielt, um seine Basis zu aktivieren.
  • So liest sich ein typisches Beispiel von Newsoms Account: DONALD TRUMP, THE LOWEST POLLING PRESIDENT IN RECENT HISTORY, THIS IS YOUR SECOND-TO-LAST WARNING!!! … STAND DOWN NOW OR CALIFORNIA WILL COUNTER-STRIKE (LEGALLY!
    Übersetzung: DONALD TRUMP, DER PRÄSIDENT MIT DEN NIEDRIGSTEN UMFRAGEWERTEN DER JÜNGEREN GESCHICHTE, DIES IST IHRE VORLETZTE WARNUNG!!! … TRETEN SIE JETZT ZURÜCK, ODER KALIFORNIEN WIRD (LEGAL!) ZUM GEGENSCHLAG ANSETZEN.

Merchandising als Kampfstaktik

Newsom steigert die Satire, indem er satirische Merchandise-Produkte verkauft – z. B. „Newsom 2026“-Mugs, Parodien auf MAGA-Hüte und in den USA gefertigte Bibeln – als bewusste Provokation gegenüber Trumps Branding.

Satire trifft Strategie: Memecoin und Marke

Er hat sogar eine eigene Memecoin angekündigt, die er satirisch als „Trump corruption coin“ bezeichnet – eine Spitzenaktion auf seinem „Patriot Store“, die Trumps Verbindung zur Kryptoszene persifliert.

Politische Antworten: Wahlkampf und Umverteilung

Inhaltlich setzt Newsom auf aggressive Strategien: So initiierte er das Election Rigging Response Act, das eine Sonderwahl zur Neuzeichnung von Wahlbezirken ermöglicht – eine direkte Reaktion auf Trumps angestrebte Manipulationen im Kongress. Andere Gouverneure hegen ähnliche Absichten …

Reaktionen

  • Joe Mathews warnt, dass diese Art und Weise, „Feuer mit Feuer zu bekämpfen“, oberflächlich und politisch gefährlich sei – eine bloße Reflexstrategie, die eher Selbstzerstörung als Wirkung entfaltet. Er ruft zu konstruktiveren Antworten auf.
  • Margaret Sullivan hingegen sieht darin möglicherweise notwendige Gegenwehr in Zeiten zunehmender autoritärer Tendenzen – eine Mischung aus Humor, Theater und politischem Kampfgeist.
  • J. D. Vance, aus Trumps Lager, verspottet Newsom für die Strategie und meint, sie sei nichts weiter als eine „cheap imitation“. Meine Anmerkung dazu: Das Schlaubergerchen merkt auch alles …

Fazit

Newsom bedient sich bewusst der gleichen Tools – Ton, Satire, Social-Media-Provozieren, Merchandise-Aktionen, mit denen Trump politisch und medial agiert. Er reflektiert nicht nur den Stil, sondern nutzt ihn strategisch, um seine eigene Politik und Botschaften schärfer und wirksamer zu kommunizieren. Das ist die verkörperte Umsetzung des Sprichworts.

Schau’n wir mal, ob es etwas nützt. Zumindest hat Newsom mediale Aufmerksamkeit, und die ist schon mal was wert, denn seine Umfragewerte explodieren. Ob sich das dann bei den nächsten Wahlen bemerkbar machen wird, steht in den Sternen …

Mehr zum Thema:

focus

taz

frankfurter rundschau

WeiterlesenTrump mit den eigenen Waffen schlagen
kassenzettel

Bis vor einiger Zeit habe ich darauf verzichtet, Kassenzettel nach dem Einkauf im Supermarkt zu prüfen. Das war ein Fehler. Hier der Grund:

Neulich war ich einkaufen, und nach dem Einkauf habe ich den Kassenzettel genauer unter die Lupe genommen. Konkret habe ich die einzelnen Positionen angeschaut. Ergebnis: Eine Position konnte ich nicht mit meinen Einkäufen in Verbindung bringen, denn ich hatte kein „SchweBitter“ gekauft. Um was es sich dabei handelt, kann ich nur vermuten: Schweppes Bitter Lemon. Also ein Getränk, in diesem Fall aus sechs Flaschen bestehend + Pfand.

Ich hatte aber kein Schweppes gekauft und rollte meinen Einkaufwagen zurück zur Kasse, um die Sachlage zu klären. Dabei stellte sich heraus, dass der Kassierer eine falsche Nummer eingetippt hatte. Gemüse und Obst zum Beispiel hat keinen Barcode, muss also manuell eingetippt werden. In diesem Fall hatte der Mann an der Kasse die von mir aufs Band gelegte Mango nicht als solche deklariert, sondern eben die Nummer für die – teuren – Schweppes-Fläschchen getippt. Ich bekam also 10,44 Euro zurück, von denen ich die Mango bezahlte.

Hätte ich den Kassenzettel nicht geprüft, hätte ich für die Mango 10,44 Euro bezahlt – statt der regulären 1,40 Euro.

Fazit: Es lohnt sich, Kassenzettel zu überprüfen.

PS: Mittlerweile habe ich schon mehrfach Fehlbeträge auf Kassenzetteln entdeckt. Merkwürdigerweise immer zu meinen Ungunsten!

WeiterlesenWarum es sinnvoll ist, Kassenzettel zu prüfen
Springkraut-Samenkapsel-offen

Springkrautsamen: winzige Kraftpakete für die Küche

Springkraut ist vor allem als dekorative Gartenpflanze bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Samen dieser Pflanze nicht nur essbar sind, sondern auch kulinarisch vielseitig genutzt werden können. Die kleinen, erst weißen, dann dunkelbraunen Samen sind leicht nussig im Geschmack und bieten eine interessante Ergänzung zu verschiedenen Gerichten.

Springkraut-Makro

Die Samen des Springkrauts sind besonders bemerkenswert durch ihre natürliche Fähigkeit, auf Umwelteinflüsse zu reagieren: Bei Berührung „springen“ sie aus den Samenkapseln heraus. Dieses charakteristische Verhalten ist nicht nur faszinierend zu beobachten, sondern erschwert auch die Ernte, wenn die Pflanzen reif sind.

Am besten ist deshalb, man schneidet die Zweige mit den Samenkapseln – vorsichtig – ab und steckt sie in eine Plastiktüte.

Wieder daheim, drückt man von außen fleißig auf den Samenkapseln herum und kippt den Inhalt der Türe dann in ein groblöchriges Sieb. Das Sieb schüttelt man über einer Schüssel oder einem Teller hin und her, dabei fallen die Samenkörnchen heraus. Die meisten jedenfalls … kommt immer auf die Größe der Löcher an.

Für die kulinarische Nutzung werden die Samen frisch verwendet, sie können aber auch getrocknet und aufbewahrt werden.

In der Küche finden Springkrautsamen vor allem in der vegetarischen und veganen Küche Anklang. Sie können Mahlzeiten eine leichte, nussige Note verleihen und eignen sich als Ergänzung zu Salaten, Getreidegerichten oder als Topping für Brot und Gebäck. Darüber hinaus lassen sich die Samen auch zu Mehl verarbeiten, das wiederum zum Backen oder zur Herstellung von Energy Balls verwendet werden kann. Ihr milder Geschmack harmoniert gut mit Kräutern, Nüssen und anderen Samenarten.

Ein weiterer Vorteil der Springkrautsamen ist ihr Gehalt an wertvollen Nährstoffen. Sie enthalten Proteine, gesunde Fette und Ballaststoffe, die zur ausgewogenen Ernährung beitragen können. Zwar sind sie noch nicht so weit verbreitet wie Chia- oder Leinsamen, bieten aber gerade deshalb die Möglichkeit, Gerichte auf überraschende Weise zu verfeinern.

springkraut-samen

Die Verwendung von Springkrautsamen in der Küche eröffnet neue Möglichkeiten, sowohl in geschmacklicher als auch in optischer Hinsicht. Die kleinen, dekorativen Körnchen setzen nicht nur Akzente auf Tellern, sondern bereichern auch kreative Variationen traditioneller Gerichte. Zum Beispiel diese Quittentarte.

quittentarte
Quittentarte mit Springkrautsamen

Kreative Einsatzmöglichkeiten von Springkrautsamen

Knusprige Fisch-, Fleisch- und Gemüsepanaden
Die nussigen Samen verleihen Panaden eine besondere Textur und ein feines Aroma – eine ungewöhnliche, aber sehr schmackhafte Alternative zu den herkömmlichen und langweiligen Semmelbröseln.

kuerbisschnitzel
Kürbisschnitzel mit einer Panade aus Springkrautsamen

Aromatische Würzöle
Geröstet und in Öl eingelegt, entfalten die Samen ein feines Aroma, das sich vielseitig für Pasta, Gemüse oder Salatdressings einsetzen lässt.

Brot- und Teigveredelung
In Kombination mit Vollkorn- oder Nussmehlen bringen Springkrautsamen sowohl Geschmack als auch optische Akzente in Brote und herzhafte Backwaren.

Topping für Salate und Suppen
Die kleinen Körnchen eignen sich hervorragend, um Salate, Bowls oder Aufläufe mit einer leichten, nussigen Note und dekorativer Optik zu verfeinern.

asiatische-kuerbissuppe
asiatische Kürbissuppe mit Springkrautsamen

Kombination mit Kräutern und Nüssen
Besonders spannend ist die Verbindung von Springkrautsamen mit frischen Kräutern, gerösteten Nüssen oder Gewürzen, die überraschende Geschmackserlebnisse erzeugt.

griessbroetchen
Haselnussbrötchen mit Springkrautsamen

Rezepte auf meinem Kochlustblog.

WeiterlesenKöstlicher Springkrautsamen
Trump-Anhänger

Trump ist ein notorischer Lügner, ein egomanisches Großmaul und ein psychopathischer Angeber – trotzdem ist er bei seinen Anhängern unvermindert beliebt. Warum?

Das Phänomen lässt sich mit mehreren Faktoren erklären, die eng miteinander verknüpft sind: Psychologie, Politik, Medienlandschaft und gesellschaftliche Dynamiken. Hier eine Analyse:

Identifikation mit Außenseitern

  • Viele Menschen sehen Trump als „Anti-Establishment“, obwohl er selbst reich und mächtig ist.
  • Für manche symbolisiert er eine Stimme gegen ein als elitär empfundenes Washington – „jemand, der das System herausfordert“.
  • Emotional wirkt es wie ein Befreiungsgefühl: „Endlich sagt jemand, was ich denke.“

Populismus und einfache Narrative

  • Populistische Botschaften sind klar, einprägsam und emotional – einfache Schuldzuweisungen, klare „Feinde“ (Medien, Einwanderer, Globalisierung).
  • Solche Begriffe wirken besonders stark in unsicheren Zeiten: wirtschaftliche Ängste, kulturelle Veränderungen, globale Krisen.

Mediale Selbstdarstellung

  • Trump beherrscht Social Media und Fernsehformate wie kaum ein anderer Politiker.
  • Skandale oder provokante Aussagen verstärken seine Sichtbarkeit, selbst wenn sie negativ sind:„Any publicity is good publicity.“
  • Medienberichterstattung, die seine Fehler kritisiert, verstärkt paradoxerweise seine Bekanntheit.

Ideologische Polarisierung

  • Die USA sind stark gespalten. Trump hat eine starke Kernwählerschaft, die ihn trotz Kritik unterstützt.
  • Für viele ist Loyalität weniger rational als eine Identität: Republikaner vs. Demokraten, „America First“ vs. Globalismus.

Psychologische Mechanismen

  • Bestätigungsvoreingenommenheit: Menschen suchen Informationen, die ihre Ansichten bestätigen.
  • Emotionale Resonanz: Wut, Angst oder Stolz können stärker wirken als Fakten.
  • Charisma-Effekt: Manche finden seine direkte, ungeschliffene Art anziehend, weil sie „authentisch“ wirkt.

Kulturelle Faktoren

  • In den USA gibt es eine Tradition des „Self-Made-Man“, Erfolgsstorys, Underestimated-Personas.
  • Trump nutzt Reichtum, Business-Erfolg und Medienpräsenz, um genau diese Narrative zu verkörpern – unabhängig von objektiver Kompetenz.

Kritik und Gegenreaktion

  • Ironischerweise: Wer Trump stark kritisiert, verstärkt oft nur die Loyalität seiner Basis.
  • Er wird als „Opfer einer feindlichen Elite“ dargestellt – das festigt seine Popularität unter Fans.

Fazit:
Trumps Beliebtheit ist weniger rational, sondern emotional und identitätsgetrieben. Er erfüllt psychologische, kulturelle und soziale Bedürfnisse, die über Kompetenz oder moralisches Verhalten hinausgehen. Für viele Wähler geht es nicht darum, einen perfekten Präsidenten zu haben, sondern jemanden, der ihre Frustrationen, Ängste und Wünsche verkörpert.

Würde ein Psychologe Donald Trump charakterisieren, würde er vermutlich sowohl Stärken als auch Schwächen beleuchten.

Charakteristische Stärken

Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen

  • Trump wirkt sehr selbstsicher und überzeugt von seinen Fähigkeiten.
  • Er scheut sich nicht, aggressiv für seine Interessen einzutreten, was in Verhandlungen oder Medienpräsenz Vorteile verschaffen kann.

Charisma und Medienkompetenz

  • Er versteht es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich in den Medien zu inszenieren.
  • Kann Anhänger emotional mobilisieren und eine starke persönliche Marke aufbauen.

Risikobereitschaft

  • Geht oft kalkulierte Risiken ein, was ihm im Immobiliengeschäft und in der Politik teilweise Erfolge gebracht hat.

Fokussierung auf Ziele

  • Zeigt eine hohe Zielorientierung, besonders wenn es um persönliche oder geschäftliche Interessen geht.

    Charakteristische Schwächen

    Impulsivität

    • Handlungen und Aussagen scheinen oft spontan und wenig reflektiert, was zu Konflikten oder Kontroversen führen kann.

    Niedrige Frustrationstoleranz

    • Kritische Rückmeldungen werden häufig persönlich genommen; er reagiert emotional oder aggressiv.

    Narzißtische Züge

    • Starkes Bedürfnis nach Bewunderung, Überhöhung des Selbstbildes, Sensibilität gegenüber Kritik.
    • Psychologen sprechen hier von einer Tendenz zu narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften, nicht zwangsläufig einer klinischen Narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

    Schwarz-Weiß-Denken

    • Neigung, Situationen polarisiert zu sehen: Gegner vs. Verbündete, richtig vs. falsch.
    • Komplexe Zusammenhänge werden oft stark vereinfacht dargestellt.

    Weniger Empathie im Entscheidungsverhalten

    • Entscheidungen scheinen stark von Eigeninteresse geleitet zu sein; emotionale Perspektive anderer wird weniger berücksichtigt.

      Kurzgesagt:


      Trump ist ein charismatischer, durchsetzungsstarker und risikobereiter Typ, der enorme Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. Gleichzeitig zeigen sich Schwächen in Impulsivität, Empathie und Konfliktbewältigung. Seine Persönlichkeit ist stark auf Selbstdarstellung und Dominanz ausgerichtet, was sowohl zu Erfolgen als auch zu Kontroversen führen kann.

      Hier ist eine Übersicht mit Trumps Stärken und Schwächen aus psychologischer Perspektive:

      KategorieStärkenSchwächen
      SelbstbewusstseinSehr selbstsicher, überzeugt von den eigenen FähigkeitenStarkes Ego, kann Kritik schlecht akzeptieren
      DurchsetzungsvermögenSetzt sich aggressiv für eigene Interessen einNeigt zu impulsiven, unüberlegten Entscheidungen
      Charisma und MedienkompetenzKann Aufmerksamkeit erzeugen, Anhänger emotional mobilisierenInszenierung kann oberflächlich wirken
      RisikobereitschaftGeht kalkulierte Risiken ein, zeigt unternehmerischen MutÜbernimmt manchmal unnötige Risiken
      ZielorientierungHohe Fokussierung auf eigene ZieleWeniger Rücksicht auf komplexe Zusammenhänge
      EmpathieKann Menschen motivierenEntscheidungen oft eigeninteressiert, geringe emotionale Perspektive anderer
      DenkmusterEntschlossenheit, klare PositionenSchwarz-Weiß-Denken, polarisierende Sichtweise
      PersönlichkeitsmerkmaleCharismatisch, dominant, durchsetzungsstarkNarzisstische Tendenzen, Sensibilität gegenüber Kritik

      Hier ist ein psychologisches Profil von Donald Trump mit typischen Verhaltensmustern, besonders in Stress- oder Konfliktsituationen:

      Psychologisches Stressprofil

      SituationstypTypisches VerhaltenPsychologische Interpretation
      Kritik oder GegenwindReagiert schnell defensiv, greift Kritiker verbal an oder versucht, die Situation zu drehenNiedrige Frustrationstoleranz, starkes Bedürfnis nach Bewunderung und Kontrolle
      Hoher Druck/EntscheidungsstressTreffen oft impulsiv, neigt zu Vereinfachungen und klaren, polarisierenden EntscheidungenImpulsivität, Schwarz-Weiß-Denken, Risikoaffinität
      Verhandlungen/KonflikteSetzt auf aggressive Taktiken, Bluffen oder Show, um Machtposition zu sichernDurchsetzungsstark, charismatisch, risikobereit, nutzt Aufmerksamkeit strategisch
      Öffentliche Auftritte/MedienSelbstinszenierung, pointierte Aussagen, oft provokativStarkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Fähigkeit, Emotionen der Zielgruppe zu beeinflussen
      Erfolg/AnerkennungSehr selbstsicher, kann charmant und motivierend auftretenNarzisstische Tendenzen: Anerkennung und Status sehr wichtig
      Fehlschläge/NiederlagenSchuldzuweisungen nach außen – werden hartnäckig und stur verteidigt.Schwierigkeiten mit Selbstreflexion, externe Attribution von Fehlern
      Team-/MitarbeiterführungErwartet Loyalität, belohnt Anhänger, bestraft Kritik oder UngehorsamDominanzorientiert, geringe Empathie, belohnungs-/bestrafungsbasiertes Führungsverhalten

      Kurz gesagt:
      Trumps Verhalten unter Stress zeigt ein Muster aus hohem Selbstbewusstsein, Impulsivität, narzisstischer Tendenz und Durchsetzungsstärke, kombiniert mit geringer Frustrationstoleranz, Schwarz-Weiß-Denken und reduzierter Empathie. Diese Dynamik kann sowohl beeindruckende Erfolge als auch intensive Konflikte erzeugen.

      Hier eine Stärken-Schwächen-Matrix im Stress, die zeigt, wann Trumps Eigenschaften unter Druck vorteilhaft bzw. problematisch wirken:

      EigenschaftVorteil unter StressProblem unter Stress
      SelbstbewusstseinBleibt entschlossen, strahlt Sicherheit ausKann realistische Risiken ignorieren, Kritik schlecht aufnehmen
      DurchsetzungsvermögenKann Entscheidungen schnell treffen, Gegner einschüchternKann stur und kompromisslos wirken, eskaliert Konflikte
      Charisma/MedienkompetenzMobilisiert Anhänger, lenkt Aufmerksamkeit geschicktOberflächliche Wirkung, kann falsche Signale senden
      RisikobereitschaftKann innovative Lösungen versuchen, Chancen nutzenÜbernimmt unnötige Risiken, Fehlentscheidungen möglich
      ImpulsivitätHandelt schnell in dynamischen SituationenFehlende Reflexion, unüberlegte Handlungen
      Schwarz-Weiß-DenkenKlare Positionierung, einfache KommunikationIgnoriert Nuancen, polarisiert Situationen
      Narzisstische TendenzenStarke Motivation, ZielorientierungSensibel gegenüber Kritik, mögliche Überheblichkeit
      Geringe EmpathieFokus auf eigene Ziele, schnelle Entscheidungen möglichVernachlässigt Teamdynamik oder emotionale Bedürfnisse anderer

      Diese Matrix zeigt: Viele von Trumps Stärken können unter Stress zu Erfolgen führen, aber dieselben Eigenschaften haben auch ein hohes Konflikt- und Risikopotenzial, wenn sie ungebremst wirken.


      Hinweis: Diesen Inhalt habe ich mit der Hilfe von ChatGPT erstellt.

      WeiterlesenTrump ist ein egomanischer Lügner und Betrüger – aber trotzdem beliebt