Kreative Eichelrezepte

Eicheln: Das Internet mahlt, ich koche

Es gibt Dinge, die sind im Internet erstaunlich gut vertreten. Katzen zum Beispiel. Menschen, die erklären, wie man Sauerteig ansetzt. Und Rezepte mit Eichelmehl.

Eichelmehl hier, Eichelmehl da. Brot mit Eichelmehl, Kekse mit Eichelmehl, Pfannkuchen mit Eichelmehl. Man könnte beinahe meinen, halb Deutschland hätte nichts anderes zu tun, als Eicheln zu sammeln, zu trocknen, zu schälen, zu mahlen und anschließend einen Pfannkuchen daraus zu backen. Oder ein Brot. Wobei ich meine, dass man dann von der Eichel überhaupt nichts mehr schmeckt, denn man kann normales Mehl nicht einfach durch Eichelmehl ersetzen, weil es nicht kein Gluten enthält. Ein Teig aus reinem Eichelmehl würde reißen oder zerfallen.

Eichelhefeschnecken

Nur eines findet man erstaunlich selten: Rezepte mit Eicheln. Also mit ganzen bzw. zuerkleinerten Eicheln. Das ist ungefähr so, als gäbe es im Internet jede Menge Rezepte mit Kartoffelmehl, aber niemand käme auf die Idee, eine Kartoffel zu kochen.

Die Eichel – vom Schweinefutter zum Küchenstar?

Dabei ist die Eichel kulinarisch durchaus interessant. Jahrtausendelang war sie in verschiedenen Regionen ein ganz selbstverständliches Nahrungsmittel.

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Heute kennen wir sie vor allem aus dem Wald, vom Boden – oder als kostenlose Beschäftigung für Eichhörnchen. Wobei die Haselnüsse und Bucheckern bevorzugen …

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Und natürlich muss man bei Eicheln ein bisschen mehr beachten als bei einer Kartoffel. Sie enthalten Gerbstoffe und müssen deshalb entbittert werden.

Aber dann?

Dann kann man mit ihnen tatsächlich kochen.

Und genau hier wird es interessant.

Denn während das Internet offenbar eine innige Beziehung zum Eichelmehl entwickelt hat, habe ich mich gefragt:

Was kann man eigentlich mit der Eichel selbst anfangen?

Nicht mahlen. Nicht erst zu Mehl verarbeiten. Sondern Eichel nehmen, vorbereiten und daraus etwas kochen.

Und siehe da: Man kann!

Auf meinem Kochlustblog gibt es deshalb Rezepte, die sich dieser kleinen Waldfrucht tatsächlich widmen.

Eicheln müssen nämlich nicht zwangsläufig den Umweg über die Mühle nehmen, bevor sie in der Küche landen dürfen. Sie können auch als Zutat ihren ganz eigenen Charakter zeigen. Und das finde ich ziemlich sympathisch. Denn seien wir ehrlich: Eine Eichel hat schließlich schon eine bemerkenswerte Karriere hinter sich.

Sie wächst am Baum, fällt irgendwann herunter, wird von Eichhörnchen verbuddelt, von Spaziergängern zertreten, von Kindern gesammelt – und könnte am Ende sogar auf unserem Teller landen.

Wenn das keine berufliche Vielseitigkeit ist.

Warum also immer Eichelmehl?

Vielleicht, weil Mehl alles ein bisschen einfacher macht. Aus Mehl wird Brot. Aus Mehl wird Kuchen. Aus Mehl wird Teig. Und schon klingt die Eichel plötzlich gar nicht mehr so wild. Aber ich finde: Die Eichel darf ruhig Eichel bleiben. Man muss schließlich nicht alles pulverisieren, bevor man es interessant findet.

Deshalb gibt es auf meinem Kochlustblog nicht nur Überlegungen darüber, was man theoretisch mit Eicheln machen könnte, sondern viele Rezepte mit Eicheln. Denn während das Internet fleißig Eicheln mahlt, habe ich beschlossen: Ich koche sie lieber.

Und wer weiß – vielleicht entdecken wir die Eichel ja noch einmal ganz neu. Die Eichhörnchen jedenfalls werden nicht begeistert sein, wenn man ihnen die Nüsschen klaut. Wobei die flinken Hörnchen lieber Bucheckern futtern als Eicheln.

eichelrezepte

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