Solche Videos erfreuen meine Seele! Kühe, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne: Auf der Wiese! Dort, wo sie hingehören.
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In einem Blogartikel bei Edition Blaes zum Thema Marketing-Award habe ich gestern einen Begriff kreiert: Trump-Syndrom.
Hier die Bedeutung des Wortes:
Trump-Syndrom
Eine ansteckende Geistesverfassung, bei der
Lautstärke als Kompetenz
Selbstüberschätzung als Stärke
Fakten als Meinung
Schmeicheleien als aufrichtiges Lob
missverstanden werden.
Typische Symptome
reflexartiges „Fake News!“, sobald die Realität lästig ist
simples Weltbild: Ich = Genie, Kritiker = Feindeund/oder Deppen
Dauerempörung bei gleichzeitiger Opferpose
Narzissmus im XXL-Format, verpackt als „gesunder Menschenverstand“
sachliche Debatten werden zur Wrestling-Show umgemünzt
Verlauf
verschlimmert sich bei Social Media
ist hoch ansteckend in Krisenzeiten
ist resistent gegenüber Bildung, Studien und Ironie
Therapie (hoffnungslos)
Fakten → wirkungslos
Dialog → wird als Schwäche gewertet
Satire → wird nicht erkannt, aber wütend geteilt
Prognose
Nicht heilbar, nur minimal eindämmbar – durch Medienkompetenz, Humor und gelegentliches Ausschalten des Internets.
Hier das Wort als Lexikondefinition:
Trump-Syndrom, Substantiv, Neutrum
Definition:
Polemische Bezeichnung für ein politisch-soziales Verhaltensmuster, bei dem Egozentrik, Faktenverachtung und aggressive Vereinfachung als Ausdruck von Stärke missverstanden werden.
Merkmale:
Ersetzung rationaler Argumente durch Lautstärke und Inszenierung
ausgeprägte Neigung zu Schwarz-Weiß-Denken und Feindbildkonstruktion
chronische Selbstüberschätzung bei gleichzeitiger Opferwahrnehmung
Ablehnung von Expertise zugunsten „gefühlter Wahrheit“
instrumentelle Nutzung von Empörung zur Machtsicherung
Verwendung:
Zur Beschreibung von Akteuren oder Milieus, die demokratische Diskurse durch Polarisierung, Personenkult und Provokation entleeren, ohne konstruktive Lösungen anzubieten.
Abgrenzung:
Nicht identisch mit Populismus, jedoch häufig mit ihm vergesellschaftet; unterscheidet sich durch ausgeprägten Narzissmus und mediale Dauerinszenierung.
Beispielsatz:
„Die Debatte scheiterte weniger an Sachfragen als am Trump-Syndrom aller Beteiligten.“
Früher konnte ich Michel Friedman nicht leiden, weil ich ihn als arrogant und überheblich empfand. Das Gute am Menschen ist, dass er seine Meinung ändern kann … und ich habe meine Meinung über ihn geändert, denn heutzutage finde ich ihn wunderbar. Er ist intelligent, scharfsinnig und ein großartiger Redner. Er schwafelt nicht verschwurbelt daher wie zum Beispiel Harald Welzer, auch nicht altklug und vermeintlich allwissend wie Richard David Precht. Friedman spricht klar, einfach und für jedermann verständlich – und meist ohne Manuskript. Alles in allem: Dem streitbaren und rhetorisch brillanten Michel Friedman zuzuhören, ist ein Vergnügen auf allerhöchstem Niveau und ein Gewinn – für Menschen, die gern (nach)denken.
Friedman war auch bei Hotel Matze. Ebenfalls absolut hörenswert!
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»Das Mittelmaß ist eigentlich die beste Überlebensgruppe.« (Friedman – im Zusammenhang mit Eliten).
Kleiner Exkurs: Dieser Aussage stimme ich zu, denn ich wäre froh, von Menschen umgeben zu sein, die zumindest ein Mittelmaß anbieten können. Vor allem, was die Denkbereitschaft betrifft. Denn die meisten, die ich kenne, sind nicht bereit, zu denken. Demzufolge bieten sie nicht mal Mittelmaß an, sondern langweiliges und der eigenen Denkfaulheit entsprungenes Gelaber.
Und unter Denken verstehe ich unter anderem, das eigene Denken und Handeln aufmerksam zu beobachten und zu analysieren – und Fehler zuzugeben. In meinem langjährigen Leben haben sich übrigens zwei Menschen bei mir entschuldigt. ZWEI! Ja, doch so viele …
Zurück zu Friedman. Ihm zuzuhören, ist (für mich) ein absoluter Genuss! Was Mittelmäßigkeit bei sogenannten Eliten betrifft: ab Min. 29.
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