So sah der Blick von meiner kleinen Dachterrasse heute Vormittag aus:


So sah der Blick von meiner kleinen Dachterrasse heute Vormittag aus:



Die Geschichte stammt aus meinem Weihnachts-Büchlein »Advent, Advent …«

Weihnachten aus Sicht von Kater Fritz
Weihnachten ist allgemein sehr beliebt. Zumindest bei den Menschen. Obwohl in dieser Zeit angeblich am meisten gestritten wird. Wozu also Weihnachten? Ich zumindest brauche es nicht. Aus verschiedenen Gründen.
Als Erstes muss ich an dieser Stelle mit der weitverbreiteten Ansicht aufräumen, die Weihnachtszeit sei die »stade« Zeit. Von wegen! Ich kenne keine Zeit, in der so viel Lärm produziert wird, wie im Dezember. Überall bimmeln Glocken, aus sämtlichen Lautsprechern ertönt die schrecklichste Musik, die man sich als Katze vorstellen kann, und überhaupt ist die Weihnachtszeit eine Zeit, der ich nichts Positives abgewinne.
Das fängt schon damit an, dass um diese Zeit etwas vom Himmel fällt, was ich nicht leiden kann: Schnee. Den Flocken hinterherzuspringen, ist ja noch einigermaßen lustig, macht aber nur beim ersten Mal Spaß, danach wird’s langweilig, weil die kleinen weißen Dinger sich im Nu in Luft auflösen, in Wasser besser gesagt. Und Katzen mögen – bis auf einige sehr merkwürdige Ausnahmen – kein Wasser. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Schnee, wenn er sich dann gleichmäßig überall verteilt, anfangs ja ganz hübsch aussieht und man prima darin herumpflügen kann, aber genauso schnell wird daraus ein brauner, hässlicher Matsch, und keine Katze, die was auf sich hält, watet gern im Matsch herum. So, das zum Thema Draußensein in der Weihnachtszeit, abgesehen davon, dass es kalt ist und ich persönlich warme Temperaturen vorziehe – in der Wohnung zum Beispiel.
Apropos Wohnung. In der Weihnachtszeit stehen dort überall Kerzen rum. Das beginnt am ersten Advent ganz harmlos mit einer Kerze. Das heißt, auf dem Tisch stehen zwar vier, angezündet wird aber erst mal nur eine. Der Grund dafür entzieht sich meiner Kenntnis, wird aber schon seine Berechtigung haben. Warum meine Familie diese Dinger überhaupt braucht, ist mir ein Rätsel, schließlich leben wir in einem fortschrittlichen Haushalt und haben elektrisches Licht. Das ist eine praktische Sache. Man braucht nur ein Knöpfchen zu drücken und schon ist es hell. Aber nein, es müssen unbedingt Kerzen sein, diese stinkenden Dinger. Und gefährlich sind sie auch noch. Mir ist da nämlich mal was passiert, mein lieber Scholli! Ich hab es mir ganz arglos auf dem Tisch bequem gemacht. Dabei muss ich zugeben, dass ich das eigentlich nicht darf, aber um Verbote kümmere ich mich nur, wenn’s unbedingt sein muss. Mittlerweile haben sie (meine Familienmenschen) das zähneknirschend akzeptiert, auch wenn sie mich hin und wieder mit vorwurfsvollen Blicken bedenken. Aber da steh ich drüber …
Also, ich lümmle auf dem Tisch rum, als ich plötzlich so ein Gefühl am Schwanz spüre. Ein sehr heißes Gefühl, präzise gesagt. Und da war’s auch schon passiert: Sämtliche Haare an meiner Schwanzspitze hat’s verschmurgelt. Das hat sehr weh getan, gestunken hat’s wie die Pest und ein schöner Anblick war’s auch nicht, das kann ich dir sagen. Total nackt, mein Schwanzende. Peinlich, peinlich! Wer entblößt sich denn schon gern. Wie das passieren konnte, ist mir ein Rätsel. Gott sei Dank ist mein Haarkleid mittlerweile wieder komplett. Aber trotzdem … die ganze Pein nur wegen einer blöden Kerze.
Aber Kerzen allein reichen ja nicht, nein, die ganze Wohnung muss dekoriert werden. Kugeln, Bänder, Tannenzweige, Lichterketten und all so’n Kram. Im Grunde wäre ja nichts dagegen einzuwenden, weil man prima damit spielen kann. WENN MAN DARF! Aber ich darf nicht. Nein, ich krieg so richtig Ärger, krieg böse Worte an den Kopf geworfen und werde weggescheucht. Das muss man sich mal vorstellen! Also, wofür das ganze Zeug, wenn man nicht mal damit spielen darf? Völlig überflüssig! Für die Katz’ sozusagen, aber dieser Spruch ist ja sowieso gelogen. Alles, was für die Katz ist, ist grundsätzlich nie für die Katz – das weiß ich aus Erfahrung.
Das Nächste, was mich an der Weihnachtszeit stört, ist der Besuch. Permanent klingelt’s an der Tür und irgendjemand steht auf der Matte. Wirklich lästig! Die meisten Menschen kenn ich nicht mal, und sie stellen sich auch nicht vor. Dafür belagern diese fremden Typen ganz frech meine Lieblingsplätze: das Sofa und die Sessel. Wenn sie wenigstens was mitbringen würden – für mich, meine ich. Aber nein, Geschenke kriegt bergeweise meine Familie, die Besucher hocken rum, essen und trinken (und reden und lachen – laut!), und ich gehe leer aus. Sehr egoistisches Verhalten, finde ich. Aber so sind sie halt, die Menschen, denken immer nur an sich. Die Belästigung wird noch dadurch gekrönt, dass sie mir dauernd auf den Pelz rücken. Da haben sie sich aber verrechnet! Und schon so manch einer hat für seine Aufdringlichkeit die Quittung bekommen: ein paar hübsche Kratzer an den Händen, manchmal auch an anderen Stellen. Ich lass mich schließlich nicht von Fremden begrapschen.
Höhepunkt der Weihnachtszeit ist der 24. Dezember. Da schleppt meine Familie einen Baum in die Bude. Ja, richtig gelesen, einen Baum! Als gäb’s im Garten nicht genügend Bäume … nein, am Heiligen Abend, so nennen sie diesen Tag (was daran heilig ist, habe ich noch nicht rausgefunden), muss ein Baum die Gegend versperren. Damit nicht genug, muss dieses pieksende und Nadeln abwerfende Teil dann auch noch »verschönert« werden. Man lese und staune! Ja, die gesamte Familie versammelt sich um das grüne Gewächs und hängt Girlanden und Kugeln an die Zweige. Und nicht zu vergessen: Kerzen! Und die werden dann natürlich angezündet. Das allein reicht aber immer noch nicht, denn es werden auch noch andere Dinger angezündet. »Wunderkerzen« heißen die Funken spuckenden Drähte. Da kann man als Katze nur blitzschnell Fersengeld geben.
Wenn die Kerzen alle brennen und die Wunderkerzen alle spucken (sollten besser »Spuckkerzen« heißen, die Dinger), wird gesungen. Auweia, kann ich da nur sagen, denn von guter Musik haben Menschen wirklich keine Ahnung, das ist in Katzenkreisen hinlänglich bekannt. Aber ich bin tolerant und behalte das für mich – normalerweise. Hier und heute mache ich eine Ausnahme: Diese Singerei ist zum Weglaufen! Vorzugsweise laufe ich in die Küche. Denn während im Wohnzimmer das große Remmidemmi veranstaltet wird, findet in der Küche etwas sehr Spannendes statt: Im Backofen brutzelt ein Tier. Ich vermute, es ist tot. Normalerweise verabscheue ich tote Tiere, doch in diesem Fall sieht die Sache anders aus. Es handelt sich nämlich um eine Gans. Und ich muss sagen, sie mundet. Sie mundet sogar ausgezeichnet. Ich weiß das deshalb, weil ich der Vorkoster meiner Familie bin. Und in dieser Funktion zählt es zu meinen Pflichten, meine Lieben vor Schaden zu bewahren, und dazu wiederum zählt, dass ich alles, was auf den Tisch kommt, probiere. Leider muss ich das heimlich machen, weil es aus irgendeinem – mir nicht bekannten – Grund nicht gern gesehen wird, dass ich die Speisen auf Geschmack und Nährwert hin untersuche. Und um ganz ehrlich zu sein, muss ich gestehen, dass ich oft gar nicht der Vor-, sondern der Nachkoster bin. Nicht freiwillig, nein, gezwungenermaßen! Denn entweder verstecken sie die Leckereien oder stehen direkt daneben und hauen mir auf die Pfoten, wenn ich meiner Pflicht nachkommen möchte. »Undankbarkeit ist der Welt Lohn«, kann ich da nur sagen. Lediglich ab und zu lassen sie sich herab, mir ein paar mickrige Bröckelchen zu servieren. Im Großen und Ganzen aber habe ich Glück mit meiner Familie, und Weihnachten geht ja auch irgendwann vorbei. Das ist das einzig Gute daran. Was wenige Tage danach über einen hereinbricht, ich meine damit Silvester, ist fast noch schlimmer, aber darüber spreche ich ein anderes Mal.
Hier die Geschichte zum Hören:

Vor einiger Zeit hat sich ein Autor mehrfach mit Mails bei Edition Blaes gemeldet. Der Tonfall in den Mails und der auffallende Mangel an Rechtschreibkenntnissen haben mich dazu veranlasst, nicht zu reagieren.
Daraufhin bekam ich eines Tages einen Anruf … besagter Autor war am Apparat und wollte verschiedene Dinge wissen. Ich bot ihm daraufhin eine Autorenberatung an – die er nicht wollte. Daraufhin habe ich ihm alles Gute gewünscht und aufgelegt.
Ergebnis: Der frustrierte Mann hat bei Trustpilot eine Bewertung hinterlassen und mich dabei als »inkompetent, frech und arrogant« bezeichnet.

Daraufhin habe ich Trustpilot gebeten, das geschäftsschädigende Wort »inkompetent« zu streichen, da jemand aufgrund eines einminütigen Telefonats die Kompetenz eines anderen nicht beurteilen kann. Das ist zumindest meine Meinung.
Die Antwort von Trustpilot:
Ich verstehe, wie frustrierend das sein kann und wie sich eine negative Bewertung auf Ihr Geschäft auswirken kann. Wir unterstützen Sie in allen Phasen Ihrer Geschäftserfahrung. Ich werde mein Bestes tun, um auf Ihr Anliegen einzugehen.
Aha! Trustpilot wird »sein Bestes tun«. Das ist schön! Nachfolgend Trustpilots Bestes:
Bezüglich der Aussage in der Bewertung möchte ich Ihnen erklären, dass wir die Bewertung hinsichtlich des beanstandeten Grundes geprüft und festgestellt haben, dass sie nicht gegen unsere Richtlinien verstößt.
Bei verleumderischen Aussagen achten wir mehr auf den Kontext als auf einzelne Schlüsselwörter. In den meisten Fällen ist die Verwendung eines einzelnen Wortes oder einer kurzen Phrase in einer Online-Bewertung nicht verleumderisch. Denn es ist unwahrscheinlich, dass ein einzelnes Wort oder eine kurze Phrase einem Unternehmen erheblichen Schaden oder einen erheblichen finanziellen Verlust zufügt, insbesondere im Kontext einer von einem Verbraucher verfassten Online-Bewertung, die dessen persönliche Meinung widerspiegelt.
Aha! Trustpilot hält es also für unwahrscheinlich, dass ein einzelnes Wort geschäftsschädigend ist. Mich als »inkompetent« zu bezeichnen, schadet also nicht – das zumindest ist die Sichtweise von Trustpilot. Sehr interessant! Doch weiter im Antworttext von Trustpilot:
Sollten Sie jedoch weiterhin der Ansicht sein, dass die Bewertung gegen andere Richtlinien verstößt, können Sie sie gerne erneut melden, und zwar aus einem anderen Grund. Wir werden den Fall dann gerne prüfen. Unsere Richtlinien und weitere Meldegründe finden Sie hier.
Mit freundlichen Grüßen
Kajal
Auf weitere Reklamationen meinerseits verzichte ich dankend. Allerdings finde ich den Absendernamen interessant, denn ich vermute, der Absender der Mail ist Inder. Was deutsche Wörter bedeuten (können), kann ein Inder schwerlich beurteilen. Das ist die eine Sache. Die andere Sache ist: Der Text wurde vermutlich nicht von einem Menschen verfasst, sondern von einer KI. Das entnehme ich dem Duktus.
Mein Fazit: Auf Trustpilot werden zwar viele seriös erscheinende Bewertungen veröffentlicht, unabhängig davon darf aber jeder mit Schimpfwörtern und Beleidigungen um sich werfen. Herr Angelelli zum Beispiel benutzt bei seinen Bewertungen folgende Begriffe: »letzter Dreck« (seine Lieblingsformulierung), »armselig«, »peinlich«, »erbärmlich«, »Abzocker« und »Schrott«. Er »bewertet« also nicht sachlich, sondern beschimpft und beleidigt – und zwar sehr emotional und auf niedrigstem Niveau. Hier geht es zu seinen Bewertungen.
Angelelli hatte seine Bewertung nicht nur bei Trustpilot veröffentlicht, sondern auch auf meinem Unternehmensprofil bei Google.
Daraufhin habe ich Google gebeten, die Bewertung zu löschen. Das ist umgehend geschehen.
Trustpilot hingegen ordnet Verunglimpfungen unter »persönliche Meinung« ein.
Das ist die eine Sache. Die Bewertung wird also nicht gelöscht! Wobei ich nur darum gebeten hatte, den Begriff „inkompetent“ zu löschen. Aber auch das wollte Trustpilot bzw. Herr oder Frau Kajal nicht.
Die andere Sache ist, dass ich diese Bewertung nicht beantworten kann.
Normalerweise kann ein bewertetes Unternehmen bei Trustpilot die Bewertung beantworten. Im Falle der obigen Bewertung ist das nicht möglich, denn Trustpilot hat die Antwortmöglichkeit abgeschaltet!
Ich muss mich also:
Ich habe diesbezüglich ChatGPT zu diesen Unterschieden befragt und folgende Information erhalten:
Google betrachtet Bewertungen stark unter dem Gesichtspunkt von Reputation und Geschäftsschädigung.
Worte wie „inkompetent“ gelten als negative Charakterisierung eines Unternehmens oder Mitarbeiters.
Solche Begriffe können als beleidigend oder herabwürdigend gewertet werden und damit entfernt werden, weil Google will, dass Bewertungen sachlich, relevant und konstruktiv sind.
Selbst wenn die Kritik faktisch korrekt ist, kann sie entfernt werden, wenn sie als persönlicher Angriff interpretiert wird.
Trustpilot erlaubt im Gegensatz zu Google stärkere, subjektive Bewertungen.
Das Wort „inkompetent“ wird hier nicht automatisch als schädlich oder beleidigend gewertet.
Trustpilot prüft nur, ob die Bewertung auf einer echten Erfahrung basiert und nicht gegen rechtliche oder Sicherheitsrichtlinien verstößt (z. B. keine Hassrede, Gewalt, illegale Inhalte).
Kritische Bewertungen, selbst mit scharfer Wortwahl, bleiben in der Regel stehen, solange sie nicht strafrechtlich relevant sind.
| Aspekt | Trustpilot | |
|---|---|---|
| Bewertung: »inkompetent« | Kann entfernt werden – gilt als beleidigend/geschäftsschädigend | In Ordnung – erlaubt als persönliche Meinung/Kritik |
| Fokus | Sachlichkeit, neutraler Ton | Authentische Erfahrungsberichte, auch emotional |
| Ziel | Schutz vor Rufschädigung durch beleidigende Sprache | Transparente Meinungsäußerung über Unternehmen |
Hier drei Listen, die zeigen, welche Begriffe oder Formulierungen bei Google wahrscheinlich entfernt würden, bei Trustpilot aber stehenbleiben.
| Begriff/Formulierung | Trustpilot | Kommentar | |
|---|---|---|---|
| inkompetent | entfernt | bleibt | Bei Google kann es als herabwürdigend interpretiert werden |
| unprofessionell | entfernt | bleibt | Subjektive Meinung, aber negativ |
| schlecht organisiert | entfernt | bleibt | Kritisiert Prozesse statt Personen – Trustpilot akzeptiert das |
| langsam/ineffizient | entfernt | bleibt | Sachlich, aber Google könnte es als geschäftsschädigend sehen |
| Begriff/Formulierung | Trustpilot | Kommentar | |
|---|---|---|---|
| inkompetentes Personal | entfernt | bleibt | Google sieht es als direkte Herabwürdigung von Mitarbeitern |
| miserabler Service | entfernt | bleibt | Emotionale Kritik, bei Google riskant |
| enttäuschend | entfernt | bleibt | Subjektive Erfahrung – Google könnte es zulassen, hängt aber vom Kontext ab |
| unzuverlässig | entfernt | bleibt | Negativ, kann Google als schädlich einstufen |
| Begriff/Formulierung | Trustpilot | Kommentar | |
|---|---|---|---|
| unfähig | entfernt | bleibt | Starker persönlicher Angriff laut Google |
| inkompetente Firma | entfernt | bleibt | Trustpilot toleriert starke Kritik an Unternehmen |
| Katastrophe/Desaster | entfernt | bleibt | Emotional, Google könnte es entfernen, Trustpilot erlaubt es |
| total unprofessionell | entfernt | bleibt | Google: geschäftsschädigend, Trustpilot: zulässig |
Google: Sehr restriktiv – schon mäßig kritische Begriffe wie »inkompetent« oder »unprofessionell« können entfernt werden, weil sie als herabwürdigend oder geschäftsschädigend gelten.
Trustpilot: Offener – solche Begriffe sind in den meisten Fällen zulässig, solange keine strafrechtlich relevanten Inhalte vorliegen.
Google ist ein Bewertungsportal, wo sachliche Information und Respekt im Vordergrund stehen.
Trustpilot ist ein inkompetenter Saftladen, wo jeder seinen Frust abladen darf.

Sarah Brightman
Sarah Brightman hat eine wunderschön zarte und unverwechselbare Stimme. In »Child in a Manger« höre ich sie besonders gern.
Sarah Brightman ist eine britische Sopranistin, Sängerin und Schauspielerin, die besonders für ihre außergewöhnliche Stimme und ihre genreübergreifende Karriere bekannt ist.

Musikalisch bewegt sich Sarah Brightman zwischen Klassik, Oper, Musical, Pop und sogenanntem Classical Crossover.
David Arkenstone
David Arkenstones Musik ist eine vielseitige Mischung aus instrumentellem New Age, keltischen Klängen und orchestralen Fantasy-Soundtracks, die oft als »Soundtracks für die Fantasie« beschrieben werden
Hier sein Lied »Angels in the snow«:
Geboren wurde er 1958 in Chicago. Seine Musik wird häufig mit Natur, Fantasy, Spiritualität und innerer Ruhe in Verbindung gebracht. Arkenstone komponiert sowohl für Soloalben als auch für Filme, Videospiele, Dokumentationen und Themenparks (u. a. für Disney).
Till Brönner
Und hier das dritte Lied. »Notes on Snow«. Wunderbarer Jazz!
Till Brönner ist einer der bekanntesten deutschen Jazzmusiker und gilt international als Ausnahmetalent an der Trompete. Charakteristisch für Brönner ist sein warmer, lyrischer Trompetenton.
„Notes on Snow“ ist sowohl der Titel eines Albums (2021) als auch ein zentrales musikalisches Motiv darin. Sanfte Trompetenlinien schweben über Arrangements aus Klavier, Streichern und dezenten elektronischen Elementen.

Der Titel lässt bereits erkennen, worum es geht: Flüchtigkeit, Stille und Melancholie. »Notes on Snow« ist weniger ein klassischer Jazzsong als vielmehr ein musikalisches Stimmungsbild.

12 Bücher habe ich bislang geschrieben, darunter auch einige Katzenbücher … alle mit Geschichten über meine geliebten Leisetreter.

Auf »Die kunterbunte Katzenseite.de« stelle ich momentan Moritz vor – mit der Geschichte »Moritz, der fröhliche Schwarzbär«.

Hier das erste Kapitel:
Er lief mir auf dem Golfplatz über den Weg, im wahrsten Sinn des Wortes. Es war ein heißer Sonntag im August, als ich kurz vor dem Grün Sieben plötzlich ein mir zwar bekanntes, für einen Golfplatz aber ungewöhnliches Geräusch hörte: ein Miauen. Eigentlich war es mehr ein Piepsen – wie das eines Vogels. Nach dem Verursacher des Piepsens brauchte ich mich nicht lange umzuschauen – es stammte von einer kleinen schwarzen Katze, die zielstrebig auf mich zu tippelte, so, als hätte sie auf mich gewartet.
Wie ich heute weiß, hat sie nicht nur bei mir Zuflucht gesucht, sondern auch bei anderen Golfern. Aber die hatten was Besseres zu tun, als sich um ein herrenloses Kätzchen zu kümmern. Die mussten nämlich Golf spielen. Und was kümmert den engagierten Golfer ein umherirrendes Kätzchen. Die Mama wird schon irgendwo in der Nähe sein, denkt der Sportler und »klack« …Abschlag.

Nicht jeder Autor, der sein Buch mit Unterstützung eines Dienstleisters veröffentlichen möchte, benötigt oder sucht einen kompletten Verlagsvertrag. Aus diesem Grund bietet Edition Blaes auch einzelne Dienstleistungen an.

Mehr dazu gibt es im Blog von Edition Blaes.

Das Gleiche ist nicht dasselbe | Edition Blaes
Ich koche und backe gern, stehe aber ungern stundenlang in der Küche. Kurz gesagt: Ich liebe schnelle Rezepte.
Deshalb liebe ich auch diese knusprigen Mandel-Marzipanplätzchen. Der Teig ist in wenigen Minuten fertig und genauso schnell gebacken.

Das Rezept gibt es wie immer auf meinem Kochlustblog.

Das Team von Edition Blaes ist sehr klein. Wichtiges Mitglied dabei ist ein Bürodiener namens Herr Rosso. Ein sehr fleißiger Mitarbeiter!

Mehr dazu hier.

Leopold Ploner habe ich vor einigen Jahren persönlich kennengelernt und heute stelle ihn bzw. sein Schondorf-Blog vor:
Ploner berichtet über das ganz normale Leben in Schondorf – von historischen Veranstaltungen über Architektur‑ und Infrastrukturänderungen bis hin zu kleinen Alltagsgeschichten. Ob Umbauten, lokale Diskussionen oder persönliche Erlebnisse: Ploner beschreibt, was im Dorf passiert, wie es sich mit und durch Kleinigkeiten wandelt – und was seine Bewohner dabei für eine Rolle spielen (können).

Wer sich für Schondorfs Geschichte interessiert, findet im Schondorf-Blog sorgfältig recherchierte Beiträge. So wird etwa über alte Brücken berichtet, über historische Gebäude, aber auch über die Identität des Ortes – Ploners Artikel verbinden Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die jeder Leser nachvollziehen kann: informativ + unterhaltsam. Seltene Mischung!
Ploner scheut sich erfreulicherweise nicht vor kontroversen Themen – etwa bei städtebaulichen Entwicklungen, Verkehrsfragen (Tempo 30) oder der Ortsentwicklung. Dadurch wird sein Blog zu einer Plattform, die Beteiligung und Diskussion nicht nur erlaubt, sondern geradezu herausfordert.
Auch in einem bayerischen Dorf gibt es Platz für Kunst, Kultur und Alltag – Lesungen, Vereinsgeschichten, und Ausstellungen. Ploners Blog ist eine kunterbunte Mischung aus Geschichten und Eindrücken, die zeigen, wie bunt das Leben in dieser Gemeinde ist. Und Ploner scheut sich auch nicht davor, sein Faible für Kunst offenzulegen. So ist er zum Beispiel Mitglied beim Schondorfer Kreis, dessen Website er betreut.

Was ich mag und bestimmt auch andere Leser mögen: Ploners Blog ist ehrlich und wahrhaftig – mit allen Ecken und Kanten. Nicht jedes Thema ist perfekt. Nicht jeder Beitrag ist politisch korrekt (was immer das bedeuten mag) oder stromlinienförmig. Doch genau darin liegt seine Stärke: Ploners Blog zeigt die persönliche Sichtweise eines Mannes, der gern (nach)denkt, reflektiert und auf sympathische, aber stets respektvolle Weise konfrontiert. Genau das macht sein Blog so wertvoll. Denn Menschen, die deutlich und klar verständlich ihre Meinung sagen, sind rar geworden. Was ich sehr bedauere …

Die Quitte ist eine wahre Schatztruhe des Herbstes. Mit ihrem intensiven Duft und dem hohen Pektingehalt ist sie ideal für Marmeladen, Gelees und süße wie herzhafte Speisen. Anders als Äpfel oder Birnen isst man Quitten meist nicht roh – ihr volles Aroma entfaltet sich erst nach dem Kochen oder Backen.

Quitten enthalten viele Ballaststoffe, Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, die antibakteriell wirken können. Ihr hoher Pektingehalt macht sie zu perfekten Kandidaten für Gelierzuckerrezepte. Außerdem verströmen sie beim Kochen ein unvergleichlich warmes, würziges Aroma, das an Zimt, Apfel und Mandeln erinnert.

Quittengelee
Ein Klassiker, der auf keinem Frühstückstisch fehlen darf. Einfach die Quitten waschen, in Stücke schneiden und mit Wasser weichkochen. Den Saft abseihen, mit Gelierzucker aufkochen und heiß in Gläser füllen.

Gebäck mit Quitten
Quitten schmecken prima in Gebäck. Herzhaft (Brot zum Beispiel) und süß.


Quittenbrot
Quittenwürfel zusammen mit etwas Zucker, Zitronensaft und Gewürzen wie Nelken und Sternanis weich köcheln lassen und trocknen.

Quitten in Schmorgerichten
Quitten passen auch zu Fleisch. In Schmorgerichten mit Lamm oder Schwein entfalten sie eine süßliche Note, die den Geschmack von Kräutern wie Thymian und Rosmarin wunderbar ergänzt.

Da rohe Quitten sehr hart sind, ist es wichtig, sie vor der Weiterverarbeitung zu kochen, zu dünsten oder zu backen. Ein weiterer Trick: Ein bisschen Zitronensaft verhindert, dass die Früchte nach dem Schneiden braun werden.
Quitten sind also nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch unglaublich vielseitig – von süß bis herzhaft, von Marmelade, über Gebäck bis hin zu Schmorgerichten. Wer die Saison der goldenen Früchte nutzt, kann seine Küche mit besonderen Aromen bereichern.

Viele leckere Quittenrezepte gibt es auf meinem Kochlustblog.


Aufstehen am Ammersee … jeden Morgen bietet sich mir ein anderes Bild. Heute mit zweifarbigem Sonnenaufgang.
Eine Stunde später sieht es so aus:


Harald Welzer ist sehr präsent. Im Internet, in Talkshows und überhaupt. Er redet gern und viel, sagt aber – leider! – sehr wenig. Er liebt es, Wörter aneinanderzureihen, Schachtelsätze zu formulieren und grundsätzlich klug bzw. intellektuell* zu wirken. Das ist mein Eindruck, wann immer ich ihn höre.
Und ich erlebe ihn stets als selbstverliebt. Das wäre an sich ja okay … wenn er denn wirklich was zu sagen hätte. Hat er aber nicht. Falls doch, dann verstehe ich ihn nicht. Da ich mich aber auch schon eine Weile kenne und weiß, dass ich nicht begriffsstutzig bin …
Ein Beispiel:
»Man müsste aufhören, den Umfang unseres wirtschaftlichen Stoffwechsels zu vergrößern, und damit beginnen, ihn zu verringern.«
Dieses Zitat stammt angeblich aus seinem Buch »Nachruf auf mich selbst« Ich kann das nicht beurteilen, weil ich das Buch nicht gelesen habe. Möglicherweise handelt es sich also nicht um ein Originalzitat, sprachlich würde es allerdings zu Welzer passen.
In meinen Augen ist diese Aussage intellektuell verbrämtes Geschwafel und bedeutet:
»Wir sollten weniger produzieren, weniger konsumieren und sparsamer mit Ressourcen umgehen.«
Noch kürzer könnte man sagen: »Wir müssen sparsamer mit unseren kostbaren Ressourcen umgehen.«
Diesen Satz versteht vermutlich jeder. Warum Welzer sich so gestelzt ausdrückt, weiß wohl nur er selbst.
Ein verbaler Vergleich zur Einordnung von Welzers Sprache:
Den bekannten Spruch »Der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln …« würde Welzer möglicherweise so ausdrücken:
»Es zeigt sich, dass diejenigen Akteure in agrarischen Produktionszusammenhängen, deren intuitive Handlungslogik und pragmatisches Erfahrungswissen am wenigsten von normativen und systemischen Rationalitätsannahmen determiniert zu sein scheint, paradoxerweise oftmals die größten Erträge erzielen – ein Umstand, der die Annahme infrage stellt, dass Effizienz ausschließlich an formalisierter Kompetenz oder theoretischer Expertise festzumachen ist.«
Eine welzerische Formulierungs-Variante wäre:
»Es ist geradezu paradox: Wer sich in agrarischen Kontexten scheinbar unbedarft und ohne theoretische Ambitionen bewegt, erzielt oft die üppigsten Resultate – ein Hinweis darauf, dass Dummheit in der Realität manchmal erstaunlich produktiv sein kann.«
Bei YouTube redet Welzer äußerst gern + viel. Beispielsweise im Frankfurter Kunstverein. Einem Tempel der eloquenten Leere, wo die Menschen/Redner/Moderatoren Stunden damit verbringen, über das Unsagbare zu diskutieren, und sich dabei augenscheinlich höchst intellektuell fühlen. Dabei wird allerdings jede banale Beobachtung mit kunsttheoretischem Pathos aufgeblasen, jeder Satz zum Zitatpotenzial erhoben, während der konkrete Gehalt irgendwo zwischen Kaffeemaschine und Garderobe verloren geht oder sich ganz einfach auf Nimmerwiedersehen im Nirwana auflöst. Kurz: Der Frankfurter Kunstverein ist ein Ort, wo die (vermeintliche) Kunst des Redens die Realität klarer und ausdrucksvoller Sprache ad absurdum führt.
Dort philosophiert Harald Welzer u. a. mit einer Freundin im Geiste: Ines Geipel. Geipel ist eine Meisterin darin, jeden Sachverhalt und jedes politische Statement in unerträgliche und inhaltslose Länge zu ziehen. Sie ist die Art von Intellektueller, die scheinbar mühelos zwischen Aktivismus, Literatur und Wissenschaft hin und her pendelt, dabei dem Zuhörer stets das Gefühl vermitteln will, dass er gerade eine besonders gewichtige Erkenntnis erfahren könnte – auch wenn er sie im nächsten Satz schon wieder verloren hat. Welzer und Geipel schwafeln im »Frankfurter Kunstverein« also auf eine Art und Weise, die ich als »intellektuelle Selbstbefriedigung« bezeichne.
Michel Friedmann dagegen ist ein Kaliber nach meinem Geschmack: ein Mann der klaren Worte. Ein kluger Mensch, der – im Gegensatz zu Welzer – auch was zu sagen hat. Und es so sagt, dass normale Menschen ihn verstehen. Unkompliziert, klar und einfach teilt er mit, was er denkt, fühlt und meint. Sehr angenehm!
In diesem Interview spricht Friedman über das »Streiten«. Also darüber, wie es ist, wenn Menschen über unterschiedliche Sichtweisen diskutieren. Ich persönlich fand Streiten schon immer hochinteressant. Vorausgesetzt, es läuft respektvoll ab.
Zu respektvollem Streiten gehört Zuhören. Und diesbezüglich teile ich Friedmans Meinung, dass zu aufmerksamem Zuhören auch Unterbrechen gehört. Denn je aufmerksamer ich zuhöre, desto öfter ergeben sich Fragen. Und genau die sollten dann zugelassen werden. Denn gerade wenn zwei Menschen zu einem Thema unterschiedliche Meinungen haben, ist es nicht zu vermeiden, dass Fragen entstehen. Fragen, die zeigen, dass man (ich) aufmerksam zuhört. Und wenn ich was nicht klar einordnen kann, muss ich fragen bzw. nachfragen. Das liegt in der Natur der Sache. In einer ehrlichen Diskussion Fragen zu stellen, ist also nicht respektlos, wie manche Zeitgenossen meinen, sondern einfach notwendig.
Ich habe einen sogenannten Freund, der sehr gern Monologe hält. Und meint (was auch Friedman in dem Interview erwähnt), immer Recht zu haben. Mit so einem Menschen zu diskutieren, ist absolut unerfreulich. Konkret gesagt: Es ist frustrierend. Frustrierend deshalb, weil ich spüre, dass mein Gesprächspartner überhaupt kein Interesse an einem Gespräch hat (zu einem Gespräch gehören mindestens zwei), sondern nur darauf aus ist, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Eigentlich braucht er gar kein menschliches (denkendes) Gegenüber, sondern einfach nur ein Wesen oder ein Etwas, dem er was erzählen kann. Seine Katze zum Beispiel, eine Gummipuppe würde es vermutlich auch tun …
So, das war’s für heute zum Thema Menschen, Sichtweisen und Meinungen.
Mein Fazit:
Welzer zuzuhören, ist Zeitverschwendung.
Friedman zuzuhören, ist Erkenntnisgewinn + Vergnügen!
*Die Begriffe „klug“ und „intellektuell“ überschneiden sich zwar, bedeuten aber nicht dasselbe. Der Unterschied lässt sich gut über Art der Fähigkeit und Art der Anwendung erklären:
Eine Person kann klug sein, ohne intellektuell zu sein – und umgekehrt. Mir ist eine kluge Sprache deutlich lieber als eine intellektuelle.
Folgende Beispiele zeigen, warum:
»Wenn du ein Ziel erreichen willst, fang mit einem kleinen, machbaren Schritt an. So kommst du sicherer voran, als wenn du alles auf einmal erzwingen willst.«
»Zielerreichung gelingt am zuverlässigsten durch iterative Annäherung: Die Zerlegung komplexer Vorhaben in überschaubare Teilschritte erhöht nicht nur die Erfolgswahrscheinlichkeit, sondern schafft auch kognitive Entlastung, die für nachhaltige Motivation essenziell ist.«

Quittenlikör vereint das Fruchtige der Quitte mit einer feinen Süße und leicht herben Noten zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis. Außerdem lässt er sich wunderbar verschenken, hält sich lange und bringt einen Hauch Herbststimmung in jede Jahreszeit.
Beide eignen sich hervorragend – je nach gewünschtem Aroma:
Für Likör werden häufig Apfelquitten bevorzugt, aber eine Mischung ist ebenso lecker.

Ich habe Quittenlikör aus Apfel- und Birnenquitten angesetzt. Wie man das macht, ist im Kochlustblog beschrieben.


Foto oben: 7.00 Uhr morgens
Eine halbe Stunde später:

Wieder eine halbe Stunde später:


Über Deutschlands beliebteste Tageszeitung – BILD – geisterte vor vielen Jahren folgende (erfundene) Überschrift durchs Land:
»Mord im Fahrradschlauch! Mörder durchs Patentventil entschlüpft.«
Diese ironische Headline demonstriert die Sensationsstrategie der BILD-Zeitung, die seit Jahrzehnten die gleiche geblieben ist: Neugier wecken und Angst, Mitleid, Empörung oder Schock auslösen → Leser sollen sofort klicken oder die Zeitung kaufen.
Aus diesem Grund bin ich mit allergrößtem Erstaunen vor einigen Monaten bei Youtube per Zufall über einen Bild-Journalisten gestoßen, der Journalismus wohl anders sieht als die meisten seiner Redaktions-Kollegen. Sein Name ist Paul Ronzheimer.
Ronzheimer ist stellvertretender Chefredakteur bei BILD und gleichzeitig Kriegs- und Krisenreporter. Er hat in zahlreichen Krisengebieten gearbeitet, z. B. Ukraine, Libyen, Syrien, Irak. Im Internet gibt es übrigens folgende Meinung über den mehrfach ausgezeichneten Ronzheimer: »Paul Ronzheimer ist ungefähr der einzige Mitarbeiter bei BILD, den man unironisch als Journalist bezeichnen kann.« Quelle: Reddit
Ronzheimer hat auch einen Podcast, der seinen Namen trägt: Ronzheimer. Und: Dieser Podcast ist absolut hörenswert! Ich freue mich jeden Tag darauf.
In seinem beliebten Podcast spricht Ronzheimer mit interessanten und gut informierten Menschen, und gestern hat er einen Mann interviewt, den ich ebenfalls sehr schätze: Ferdinand von Schirach, ein kluger und besonnener Mann, dem (Nach)Denken offenkundig Freude bereitet.
Thema des Interviews: Woran Deutschland wirklich krankt.
Das Gespräch dieser beiden Männer habe ich mit großem Interesse angehört, und ich erlebe es als rettende Insel im Ozean des Clickbaitings.*
Und hier der Link zu dem bemerkens- und hörenswerten Gespräch.
*Clickbaiting bezeichnet die Praxis, mediale Inhalte – meist Überschriften, Vorschaubilder oder kurze Teaser – so zu formulieren, dass sie möglichst viele Klicks erzeugen. Meist auf Kosten von Genauigkeit oder inhaltlichem Mehrwert und Nutzen. Beispiel: »Du wirst nicht glauben, was dieser Mann getan hat.«
Laut Goethe-Institut appellieren viele Clickbait-Überschriften an Emotionen und Neugier – oft mit Fragezeichen, Superlativen oder Geheimnissen, ohne wirklich substanziellen Informationsgehalt. Kurz gesagt: Clickbaiting-Inhalte sind völlig nutzlos.


Seit Jahren produziere ich um diese Jahreszeit ein köstliches Naschwerk: Quittenbrot.
Mein erstes Quittenbrot habe ich pur gemacht und es nach dem Trocknen einfach in Zucker gewälzt.

Dann kam ich auf ein Jahr später die Idee, Springkrautsamen unter das gekochte Quittenmus zu rühren. Und es nach dem Trocknen in Springkrautsamen zu wälzen. Weil das Quittenbrot klebrig ist, funktioniert das gut.

Im nächsten Jahr habe ich das Quittenbrot erst in Schokolade und danach in verschiedene Samen und gehackte Trockenfrüchte zu tunken.




Quitten sind ein sehr vielseitiges Obst und Rezepte damit gibt es auf meinem Kochlustblog.


Ich bin über 60 und jogge seit rund 25 Jahren – jeden zweiten Tag, rund 35 Minuten. Ich jogge bei jedem Wetter: Regen, Wind, Schnee oder Sommerhitze – die Laufschuhe stehen immer bereit. Viele fragen mich, warum ich mir das »antue«. Meine Antwort ist einfach: Joggen hält mich jung –körperlich und geistig.
Momentan jogge ich durchs goldgelbe Herbstlaub.

Joggen stärkt Herz und Kreislauf, verbessert die Durchblutung und hält die Gefäße elastisch. Der Blutdruck bleibt stabil, die Gelenke werden besser mit Nährstoffen versorgt, und die Muskulatur bleibt kräftig. Ich merke das täglich: Mein Körper fühlt sich lebendig an.

Studien zeigen, dass Ausdauertraining die Durchblutung des Gehirns fördert und das Risiko für Demenz senkt. Ich kann das bestätigen: Ich denke klar und scharf, bin konzentriert … und ich vergesse absolut nichts!

Beim Ein-Bein-Stehen halte ich locker 60 Sekunden – ohne Wackeln. Das verdanke ich bestimmt auch meinem Joggen. Es trainiert nicht nur Beine und Lunge, sondern auch Koordination und Gleichgewicht. Das hilft, Stürze zu vermeiden – wichtiges Thema im Alter.

Ich laufe bei jedem Wetter! Viele meinen, das sei ungesund – doch genau das Gegenteil ist der Fall. Durch regelmäßige Bewegung im Freien bei unterschiedlichen Temperaturen wird das Immunsystem gestärkt. Außerdem produziert der Körper beim Laufen Glücks-Endorphine.
Zugegeben: Ich bin nicht wirklich glücklich, wenn ich vom Joggen zurückkomme, aber ich empfinde eine angenehme Zufriedenheit. Eine Art von: Aufgabe gemeistert. Und ich sage nach dem Joggen oft zu mir: Brav, Blaeschen … brav!

Joggen ist für fester Bestandteil meines Lebens. Es gibt mir Struktur und Energie und ich weiß, dass es gut für mich ist. Auch an Tagen, an denen ich eigentlich keine Lust habe, sage ich mir: Raff dich auf, lauf deine Runde … hinterher fühlst du dich besser! Sh. oben …
Ab und zu habe ich auch nette Begegnungen beim Joggen.

Mein Fazit:
Man ist nie zu alt, um mit dem Laufen zu beginnen. Natürlich sollte man es langsam angehen und auf den eigenen Körper hören. Aber die Belohnung ist groß: mehr Lebensqualität, mehr Gesundheit – und das wunderbare Gefühl, sich jeden (zweiten) Tag ein Stück selbst zu überwinden.
Übrigens:
Da ich jeden Tag rund 35 Minuten jogge, bin ich im Laufe der rund 25 Jahre rund 20.000 bis 23.000 Kilometer gelaufen – das entspricht ungefähr einer halben Erdumrundung am Äquator!


Heute habe ich mal wieder was gelernt, denn ich sitze vor dem Computer und mir laufen die Tränen runter. Grund: Ich habe ein Video auf Youtube angesehen. Thema: Das Leben von Legehennen, die in Bodenhaltung leben. Nein, sie »leben« nicht, sondern »vegetieren qualvoll«. Denn sie sind zwar Hühner, aber sie leben nicht als Hühner, sie existieren einzig und allein, um Eier zu legen. Sie sehen keinen Himmel und keine Sonne, schnuppern keine frische Luft, können weder in Erde oder Sand scharren noch nach Regenwürmern und Körnern picken, kennen kein Gras und haben so gut wie kein Federkleid.
Und: Jedes zehnte Huhn stirbt (verendet) während dieser Bodenhaltung – aufgrund der miserablen und menschenunwürdigen Umstände.
Text aus »Rettet das Huhn«
In Deutschland werden circa 45 Millionen Legehennen in der Tierindustrie gehalten. Nach einer rund einjährigen »Nutzungsdauer«, in der jedes Tier über 300 Eier gelegt hat, wird es im Alter von 16–18 Monaten als Abfall der Eierindustrie geschlachtet, überwiegend zu Tierfutter oder Brühwürfeln verarbeitet oder schlichtweg entsorgt. Bis zum Zeitpunkt ihres Todes hat der Großteil dieser Tiere noch nie das Tageslicht gesehen, niemals Sonne oder frische Luft gespürt, noch nie in der Erde oder auf Gras gescharrt noch nie Futter in der Natur gesucht, noch nie im Staub gebadet oder wohlig geruht. Auf Gittern und Beton stehend, in Besatzdichten von 9 Hennen pro Quadratmeter und in Gruppengrößen von mehreren tausend Tieren pro Stall werden sie jeder Möglichkeit zum Ausleben ihrer angeborenen Grundbedürfnisse beraubt. Sie können in der Enge keine Rangordnung herstellen und leben dauerhaft unter massivem psychischem und physischem Stress. Ein Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit wird ihnen abgesprochen und von wirtschaftlichen Interessen missachtet. Die Lebensberechtigung der Tiere koppelt der Mensch ausschließlich an die Produktivität ihrer qualgezüchteten Körper.
Bodenhaltung ist eine der gesetzlich zugelassenen Haltungsformen für Legehennen in der EU* (neben Freilandhaltung, Biohaltung und früher Käfighaltung).
Der Begriff »Bodenhaltung« wurde eingeführt, um sich von der Käfighaltung abzusetzen – klingt freundlich, ist aber irreführend. Meiner Meinung nach ist es Betrug. Außerdem ist Käfighaltung von Hühnern in Deutschland ohnehin seit Jahren nicht mehr erlaubt!
In der Realität:
Hinweis: Aufgrund dessen, dass Gitterroste erlaubt (und immer vorhanden) sind, ist Einstreu dort gar nicht möglich!
Der Ausdruck »Bodenhaltung« klingt natürlich und idyllisch – als würden die Hühner auf einem Bauernhof frei herumlaufen.
In Wirklichkeit handelt es sich aber um industrielle Stallhaltung ohne Freigang.
Marketing und Verpackungen – mit grünen Wiesen oder Hühnern im Gras – verstärken diesen irreführenden Eindruck.
Außerdem: Auf Gitterroste kann man weder Streu noch Sand noch Sägespäne streuen!
Vergleich mit anderen Haltungsformen (Deutschland/EU)
| Haltungsform | Platzangebot | Auslauf ins Freie | Stallgröße | Kennzeichnung auf Eiern |
| Käfighaltung (verboten in DE) | ~550 cm²/Henne | Nein | Hochgradig beengt | 3 |
| Bodenhaltung | max. 9 Hennen/m² | Nein | Oft tausende Tiere | 2 |
| Freilandhaltung | max. 9 Hennen/m² + mind. 4 m² Außenfläche/Henne | Ja | 1 | |
| Biohaltung | max. 6 Hennen/m² + mind. 4 m² Außenfläche/Henne | Ja | 0 |
Hier geht es zu dem anfangs erwähnten Youtube-Video über Menschen, die Hühner retten, die nicht mehr die gewünschte Zahl an Eiern legen und demzufolge geschlachtet werden.
Der Verein »Rettet das Huhn« sorgt dafür, dass wenigstens ein winziger Teil der Millionen von gequälten Legehennen noch ein paar schöne Jahre haben – und zwar als Huhn. Nicht gequältes Wesen, das lediglich vom Aussehen her an ein Huhn erinnert.





Wie gut und wunderbar, dass es solche Initiativen gibt!
Und wie gut und wunderbar, dass es am Ammersee glückliche Hühner gibt. Hühner, die Hühner sein dürfen …

Und Eier von diesen Hühnern kann man beim Hühnermobil kaufen.

Mehr zu den glücklichen Hühnern am Ammersee gibt es auf meinem Kochlustblog.

* Wofür die EU gut ist, frage ich mich schon SEHR lange. Von der EU wurde zum Beispiel die Krümmung von Gurken bewertet. Ja, man lese und staune: Die EU legte die Qualität von Gurken anhand ihrer Krümmung fest.
Diese absurde Verordnung wurde 2009 abgeschafft.
Dass die »Bodenhaltung« mit 1/3 Streu und Gittern von der EU noch immer akzeptiert wird, obwohl sie jedem Menschenverstand widerspricht, hat – mal wieder – mit Geld zu tun. Tierwohl steht immer (IMMER) an letzter Stelle. Aus politischen, wirtschaftlichen und letztendlich persönlichen Menschen-Interessen!
Der Mensch steht zwar (immer) an erster Stelle, ist in meinen Augen aber das Allerletzte!
Nämlich ein widerlicher – und vor allem – dummer Egoist.
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