Früher konnte ich Michel Friedman nicht leiden, weil ich ihn als arrogant und überheblich empfand. Das Gute am Menschen ist, dass er seine Meinung ändern kann … und ich habe meine Meinung über ihn geändert, denn heutzutage finde ich ihn wunderbar. Er ist intelligent, scharfsinnig und ein großartiger Redner. Er schwafelt nicht verschwurbelt daher wie zum Beispiel Harald Welzer, auch nicht altklug und vermeintlich allwissend wie Richard David Precht. Friedman spricht klar, einfach und für jedermann verständlich – und meist ohne Manuskript. Alles in allem: Dem streitbaren und rhetorisch brillanten Michel Friedman zuzuhören, ist ein Vergnügen auf allerhöchstem Niveau und ein Gewinn – für Menschen, die gern (nach)denken.
Heute habe ich bei Youtube ein Video von Friedman gefunden: Warum es »Monitor« braucht und die AfD gefährlich ist.
Hörenswert!
Friedman war auch bei Hotel Matze. Ebenfalls absolut hörenswert!
»Das Mittelmaß ist eigentlich die beste Überlebensgruppe.« (Friedman – im Zusammenhang mit Eliten).
Kleiner Exkurs: Dieser Aussage stimme ich zu, denn ich wäre froh, von Menschen umgeben zu sein, die zumindest ein Mittelmaß anbieten können. Vor allem, was die Denkbereitschaft betrifft. Denn die meisten, die ich kenne, sind nicht bereit, zu denken. Demzufolge bieten sie nicht mal Mittelmaß an, sondern langweiliges und der eigenen Denkfaulheit entsprungenes Gelaber.
Und unter Denken verstehe ich unter anderem, das eigene Denken und Handeln aufmerksam zu beobachten und zu analysieren – und Fehler zuzugeben. In meinem langjährigen Leben haben sich übrigens zwei Menschen bei mir entschuldigt. ZWEI! Ja, doch so viele …
Zurück zu Friedman. Ihm zuzuhören, ist (für mich) ein absoluter Genuss! Was Mittelmäßigkeit bei sogenannten Eliten betrifft: ab Min. 29.


